Rezension

Kurzrezension: Im Licht des Augenblicks von Garth Stein

Oktober 23, 2017

Titel: Im Licht des Augenblicks

Autor: Garth Stein

Übersetzer: Werner Löcher – Lawrence

Verlag: Droemer HC

Seitenzahl: 432

ISBN-10: 3426281449

ISBN-13: 978-3426281444

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Der Roman „Im Licht des Augenblicks“ von Garth Stein erzählt eine
poetische, atmosphärische und tiefgründige Familiengeschichte aus dem
Nordwesten der USA.

Der 14-jährige Trevor besucht mit seinem
Vater das heruntergekommene Familien-Anwesen in der Nähe von Seattle, in
dem sein Großvater und seine Tante wohnen. Trevor stöbert durch längst
verlassene Zimmer, in Geheimgänge hinter Tapetentüren, immer auf der
Suche nach Antworten, vor denen die Erwachsenen zurückscheuen: Warum
verletzt man immer wieder die, die man am meisten liebt? Wie kann man
Schuld wiedergutmachen? Wie schwer wiegt ein Geheimnis, das man anderen
vorenthalten hat? Seit Generationen scheint ein Fluch auf Trevors
Familie zu lasten. Doch nun macht sich der gewitzte Trevor auf, die
Wahrheit zu entdecken und auszusprechen.

 

 

Lesegrund: 

Bei diesem Buch hat die Inhaltsbeschreibung direkt meine Neugier geweckt. Zudem mag ich Geschichten um jüngere Protagonisten, da es sehr toll sein kann, wenn der Autor/die Autorin die Welt aus der Sicht eines Kindes beleuchtet.

 
 

Handlung: 

In diesem Roman geht es um den vierzehnjährigen Protagonisten Trevor. Trevor ist gerade mit seinem Vater zu Besuch bei seinem Großvater und seiner Tante und geniesst es durch das heruntergekommene Anwesen zu stöbern, Geheimgänge zu entdecken und er ist immer auf der Suche nach Antworten, auf die verschiedensten Fragen. Seine Fragen treffen bei den Erwachsenen jedoch häufig auf wunde Punkte und darauf schauen sie dann nicht gerne. Zudem gibt es einen rätselhaften Fluch, der auf Trevor’s Familie lastet und Trevor ist wild entschlossen die Wahrheit darüber in Erfahrung zu bringen.

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Garth Stein ist bildhaft und beinahe schon philosophisch. Zudem enthält die Geschichte sehr viele Dialoge und ein paar rätselhafte Tagebucheinträge von jemandem, den man zunächst nicht richtig zuordnen kann.



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere ist liebevoll und detailliert. Besonders Trevor hat mir als Protagonist gut gefallen und er ist ein durchaus besonderer Junge. Natürlich wirkt er, aufgrund seiner Überlegungen, älter, als er ist, aber das hat mich gar nicht so gestört, denn es passte auf eine Art gut zu ihm. Auch die Nebencharaktere sind gut dargestellt worden und machten die Geschichte rund. Es gab eine gute Mischung aus verschiedenen Personen, ohne in der Anzahl Überhand zu nehmen.


 

Spannung: 

Der Spannungsbogen war, meiner Meinung nach, leider nicht ganz optimal angesetzt, da er häufig eher niedrig war. Das lag, in meinen Augen, oftmals an den ab und an eher langatmigen Passagen, die es an ein paar Stellen des Romans gab. Meist fehlte mir die Spannung, in den philosophischen Momenten, die manchmal ziemlich ausufernd waren. 

 

Emotionen:   

Die Emotionen hat Garth Stein recht gut rübergebracht. Alleine schon durch die Themen mit denen er Trevor auf die Suche nach Antworten schickt, regt er zum Nachdenken an und liess mich als Leserin auch emotional nicht kalt. In wenigen Momenten hätte ich mir aber auch von den anderen Charakteren mehr emotionale Reaktionen gewünscht, was seltener der Fall war. 

 

“Im Licht des Augenblicks” ist eine schöne Geschichte mit einem tollen Protagonisten. Leider hat mich der Autor in Sachen Spannung und Gefühl nur bedingt überzeugen können, was den guten Gesamteindruck etwas getrübt hat.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.