Rezension

Rezension: Mr. Widows Katzenverleih von Antonia Michaelis

Oktober 22, 2017

 

Titel: Mr. Widows Katzenverleih

Autorin: Antonia Michaelis

Verlag: Knaur HC

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 342665430X

ISBN-13: 978-3426654309

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

In ihrem ebenso charmanten wie originellen Roman über eine Wahl-Familie
der besonderen Art schafft Antonia Michaelis einmal mehr eine zeitlos
anrührende Atmosphäre und verzaubert mit ihrer Poesie und ihrem ganz
besonderen Ton. Voller Lebensklugheit, mit einem Ensemble von Träumern
und Individualisten und vor allem mit ganz besonderen Katzen ist „Mr.
Widows Katzenverleih“ eine Liebes-Erklärung an die Katze als solche und
ein Lesegenuss voller großartiger sprachlicher Bilder und Gedanken, die
im Gedächtnis bleiben.

In seinem alten Haus mit dem verwunschenen
Garten mitten in der Großstadt verleiht der alte Mr. Widow samtpfotige
Stubentiger an Menschen, die zu viel oder auch zu wenig haben, um das
sie sich sorgen müssen. Je nach Bedarf verbreiten seine Katzen von
Behaglichkeit bis Chaos vor allem eines: Glück. Eines Abends entdeckt
Mr. Widow in einer Mülltonne neben einem Wurf neugeborener Kätzchen eine
schwangere junge Frau, und auf einmal sieht er sein beschauliches Leben
auf den Kopf gestellt. Denn vor irgendetwas scheint die junge Frau auf
der Flucht zu sein …

In diesem wunderbaren Roman rund um Katzen,
Freundschaft und Liebe, Familien und ihre Geheimnisse beweist Antonia
Michaelis erneut, dass sie keine gewöhnlichen Geschichten schreibt,
sondern mit jedem Buch etwas Besonderes schafft, das lange im Kopf und
im Herzen der Leser bleibt.

 

 

Meine Meinung: 

“Mr. Widows Katzenverleih” ist der neue Roman der Autorin Antonia Michaelis. Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, da ich die letzten Bücher der Autorin gerne gelesen habe und auch die Beschreibung dieses Buches nach einer tollen Geschichte klang. Aus diesem Grund wurde es auch bald verschlungen. 

 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Mr. Widow. Mr. Widow lebt in einem verwunschen scheinenden Haus und seine Mitbewohner sind vierzig Katzen. Er betreibt einen Katzenverleih und zu ihm kommen Menschen, die entweder zuviele oder zuwenige Sorgen haben, oder auf andere Art einen neuen Blickwinkel für ihr Leben gebrauchen könnten. 

 

Eines Abends findet Mr. Widow in einer Mülltonne einen Wurf neugeborener Kätzchen. Dass schon das schlimm ist, steht außer Frage, aber Mr. Widow findet neben den Kätzchen auch noch eine junge Frau, die in der Mülltonne sitzt, um sich vor dem Wind zu schützen. Er nimmt die junge Frau, die sich Nancy nennt, mit zu sich nach Hause und ab diesem Moment ändert sich für die beiden einiges. Aber Nancy scheint auch etwas zu verbergen. Kann Mr. Widow der jungen Frau wirklich trauen? 


 

 

Der Einstieg in diesen Roman ist mir sehr gut gelungen. Ich mag an Antonia Michaelis’ Schreibstil, besonders ihre liebevollen und sorgfältig ausgewählten Formulierungen, mit denen sie wirklich wunderbare Bilder entstehen lässt. Manchmal wirkt ihre Art zu schreiben nicht nur atmosphärisch, sondern auch poetisch. Die Buchidee hat mich direkt begeistert und ich war super gespannt, wie die Autorin diese letztendlich umsetzen würde. 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mich komplett überzeugen können. Was ich besonders gelungen fand ist, dass Frau Michaelis nicht nur den menschlichen Charakteren tolle Facetten mitgegeben hat, sondern auch einigen der Samtpfoten aus Mr. Widows Katzenverleih. Das fand ich wirklich klasse und ich denke, dass mir die Geschichte alleine dadurch noch sehr lange in guter Erinnerung bleiben wird. 


Den Spannungsbogen hat die Autorin besonders durch die Mischung aus Realität und Fiktion aufrechterhalten. Ich konnte bis zum Ende nie zu hundert Prozent sagen, was nun reales Geschehen und was vielleicht ein Tagtraum oder ähnliches war. Das fand ich lange Zeit spannend und interessant, aber in den letzten Kapiteln wurde es, mir persönlich, ein bisschen zu schwammig. Ich hätte ein etwas klareres Ende schöner gefunden, aber das ist ja auch immer Geschmackssache. 


Die Themen in diesem Buch sind so vielseitig, originell und doch wie aus dem Leben gegriffen. Die Mischung fand ich klasse und es wurde nie langweilig. Auch die Nebencharaktere bringen tolle Geschichten mit und ich habe in manchen Momenten mit ihnen gefühlt. Die Emotionen hat Antonia Michaelis einfühlsam und authentisch dargestellt und so ergab sich, für mich, eine wundervolle Mischung aus “Kloss im Hals – Momenten” und “Ich könnte Tränen Lachen – Momenten”.


Positiv: 

* wunderbarer bildhafter und poetischer Schreibstil

* hervorragende Ausarbeitung der Charaktere

* klasse Buchidee 

* interessante und abwechslungsreiche Handlung


Negativ: 

* in den letzten Kapiteln war mir der Spagat zwischen realer und fantastischer 

  Handlung leider etwas zu gravierend

 

“Mr. Widows Katzenverleih” ist ein warmherziges und charmantes Buch, mit wunderbar einzigartigen Charakteren, Humor und Themen, die zum Nachdenken anregen! Für mich eine wirklich schöne Mischung!

 

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