Rezension

Kurzrezension: Marlenes Geheimnis von Brigitte Riebe

Oktober 23, 2017

 

Titel: Marlenes Geheimnis

Autorin: Brigitte Riebe

Verlag: Diana

Seitenzahl: 432

ISBN-10: 3453292057

ISBN-13: 978-3453292055

Preis: 19,99 Euro 










Inhalt: 

Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene
hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich
gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am
Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die
Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre
Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter
liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang
gehütetes Geheimnis kommt zutage …

Bestsellerautorin Brigitte Riebe ist zurück – mit einem bewegenden Roman über ein deutsches Familienschicksal.

 

 

Lesegrund: 

Der Titel hat meine Neugier auf den Inhalt dieses Buches geweckt, da ich Geschichten mag, in denen es um Geheimnisse geht. Vom Klappentext her habe ich mir dann letztlich eine spannende Geschichte in einem interessanten historischen Kontext versprochen.

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Marlene. Marlene hat die Vertreibung aus ihrer Heimat, durch die Folgen des Krieges, überstanden und vor mehr als siebzig Jahren, gemeinsam mit ihrer Mutter Eva, am Bodensee ein neues Leben begonnen. Ihr Stolz ist vorallem die florierende Schnapsbrennerei, in der Früchte aus der Region verarbeitet werden. Als ihre Mutter stirbt und Marlene’s Nichte Nane die Aufzeichnungen ihrer Großmutter liest, rollen die Geschehnisse der Vergangenheit ohne Vorwarnung in das Leben der Protagonistin und mit ihnen ein großes Geheimnis …

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Brigitte Riebe hat mir gut gefallen. Die Autorin bringt viele bildhafte Beschreibungen ein und daneben gibt es aber keine unnötige detailverliebtheit. Besonders schön fand ich, dass die Geschichte zwei verschiedene Erzählstränge enthält, einen in der Gegenwart, mit dem Hauptaugenmerk auf Nane und einen in der Vergangenheit, beginnend in der Kindheit von Eva. Der Erzählstrang in der Gegenwart konnte mich leider nicht ganz überzeugen, aber der in der Vergangeheit war wirklich toll. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich zum Teil gelungen, aber vorallem die Charaktere in der Gegenwart, blieben mir ein bisschen zu blass und bei Nane habe ich die Rahmenhandlung rund um ihr Burn Out leider nicht sehr authentisch empfunden. Die Charaktere in der Vergangenheit waren hingegen gut gezeichnet und ich habe oft mitgefiebert.

 

Spannung: 

Den Spannungsbogen hat Brigitte Riebe, vorallem durch die beiden verschiedenen Erzählstränge, aufrechterhalten. Wo mich die Handlung in der Gegenwart nicht sehr begeistert hat, fand ich jedoch die Geschehnisse in der Vergangenheit sehr gelungen und ich habe oft mitgelitten und gebangt. Aus diesen Gründen habe ich mich auf jeden Rückblick in die Vergangenheit gefreut.

 

Emotionen:  

Bei den Emotionen war es leider ähnlich, wie auch schon bei den Charakteren und der Spannung für mich. Der Vergangenheitserzählstrang hat mich wirklich gefesselt und auch eine ganze Bandbreite an Emotionen schön rübergebracht. Ich habe den Charakteren ihre Gefühle komplett abnehmen können und das fand ich super. In der Gegenwart fehlte mir, wie oben bereits gesagt, leider ein bisschen die Glaubwürdigkeit. 

 

“Marlenes Geheimnis” hat mir emotionale und packende Lesestunden beschert. Leider hat mir der Gegenwartspart nicht immer zugesagt, was ich schade fand, denn die Handlung in der Vergangenheit war große Klasse.

 

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