Rezension

Rezension: Grenzgänger von Mechtild Borrmann

November 14, 2018

Titel: Grenzgänger

Autorin: Mechtild Borrmann

Verlag: Droemer HC

Seitenzahl: 288

ISBN-10: 3426281791

ISBN-13: 978-3426281796

Preis: 20,00 Euro

Meine Meinung:

“Grenzgänger” ist ein Roman der Autorin Mechtild Borrmann. Nachdem mir “Trümmerkind” schon richtig gut gefallen hatte, war für mich klar, dass ich auch das neue Buch lesen möchte. Gesagt getan und hier verrate ich euch, wie es mir gefallen hat.

In dieser Geschichte geht es um die Familie Schöning. Die Schönings leben in einem Dorf an der deutsch – belgischen Grenze und weil das Geld durch verschiedene Umstände nicht mehr ausreicht, beschließt die siebzehnjährige Tochter Henni mit dem Kaffee – Schmuggel Geld zu verdienen. Sie ist bei weiten nicht das einzige Kind und hat den Vorteil, dass sie die Schmuggelrouten über das Hohe Venn, ein tückisches Moorgebiet, in und auswendig kennt und die Gruppen so in der Nacht führen kann.

Als ab 1950 immer mehr organisierte Banden den Schmuggel übernehmen, beginnen die Zöllner auch auf die Menschen zu schiessen und eines Nachts wird Henni’s Schwester erschossen. Nach dem schrecklichen Vorfall wird Henni in eine Besserungsanstalt geschickt und die jüngeren Geschwister kommen in ein kirchliches Heim in dem der kleine Matthias später an einer Lungenentzündung verstirbt. Aber alle Geschehnisse sind nur ein Teil der Wahrheit und die Folgen so unterschiedlich wie die Menschen um die es hier geht …

Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Mechtild Borrmann hat einen einnehmenden, gefühlvollen Schreibstil, der sich toll lesen lässt und mir richtig gut gefallen hat. Ich konnte mir durch die passenden Details vieles gut vorstellen und mochte es besonders wie einfühlsam die Autorin die schwierigen Themen umgesetzt hat. Die Handlung hat reale Hintergründe, was die Geschichte noch einmal bedrückender und schwerwiegender gemacht hat.

Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet worden und ich habe mit vielen von ihnen mitgefiebert und auch mitgelitten. Die Story ist durchgängig spannend und ich habe das Buch nur im äußersten Notfall aus der Hand gelegt. Neben dem hoch angesetzten Spannungsbogen gab es aber zudem auch noch ein paar Momente, in denen die Autorin nochmal ein bisschen Spannung draufgelegt hat, was ich klasse fand.

Die Darstellung der emotionalen und menschlichen Momente haben mir sehr gut gefallen. Frau Borrmann versteht es hervorragend nicht nur die Zeitgeschichte anschaulich und spannend zu verpacken, sondern auch so, dass man die Aktionen, Reaktionen und Vorhaben der Charaktere überdenkt und ich mich zwangsläufig mehrfach gefragt habe, wie ich zu bestimmten Dingen, Entscheidungen, Menschen etc stehen würde.

Die Frage von Recht und Unrecht ist ein zentrales Thema und der Autorin ist es wunderbar gelungen auf die psychologischen Aspekte einzugehen und deutlich zu machen, dass Grenzen manchmal verschwimmen können und man Dinge auch differenziert bewerten sollte. Beim lesen dieser Geschichte habe ich die ganze Bandbreite an Emotionen gefühlt: Traurigkeit, Ohnmacht, Unglaube und Wut. Es ist nicht immer leicht gewesen die tragischen Schicksale der Charaktere mitzuerleben und dennoch habe ich viel aus dem Buch mitgenommen, was ich nicht missen möchte.

Nach “Grenzgänger” zählt Mechtild Borrmann für mich zu den Autorinnen, von denen ich alle Bücher lesen möchte. Es ist ein tiefgründiges, kluges und einfühlsam geschriebenes Buch, welches mich sehr beeindruckt hat! Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung!

Meine Bewertung: 5* von 5

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  1. Huhu Petra 😀

    Das Buch muss ich auch noch unbedingt lesen! 😀 Alle scheinen total begeistert zu sein! 😉

    Und was ich dir hier noch sagen wollte: Happy Birthday! Ich wünsche dir alles Gute zum Geburtstag! 😀 Ich schicke dir etwas mit dem nächsten Brief, ich weiß auch schon was 😀 (du nicht! :P)

    Ich freue mich schon total, wieder von dir zu hören! 😀

    Liebe Grüße und ich hoffe, du hast einen schönen Tag!
    Jessi

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