Rezension

Rezension: Sharing von Arno Strobel

Dezember 4, 2021

Titel: Sharing

Autor: Arno Strobel

Verlag: Fischer Taschenbuch

Seitenzahl: 368

ISBN-10: 3596700531

ISBN-13: 978-3596700530

Preis: 15,99 Euro

Meine Meinung:

“Sharing” ist ein Thriller des Autors Arno Strobel. Ich habe schon ein paar Bücher des Autors gelesen und mochte seine Krimis ganz gerne, weshalb ich mich auch auf “Sharing” gefreut hatte. Leider währte die Freude nicht lang und warum das so war verrate ich euch jetzt.

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Markus. Markus und seine Frau Bettina haben zusammen ein Sharing Unternehmen gegründet, weil sie die Philosophie des gemeinsamen Nutzens und das Fördern der Nachhaltigkeit befürworten. Eines Tages geschieht etwas schreckliches, denn Bettina gerät in die Hände eines Unbekannten und wird im Darknet öffentlich misshandelt und missbraucht. Markus soll zeitgleich alles tun, was der Peiniger verlangt und das perverse Spiel mitspielen, auch wenn er befürchtet, dass er nicht gewinnen kann …

Der Einstieg in diesen Thriller ist dank des leicht zu lesenden Schreibstils von Arno Strobel kein Problem gewesen und durch die kleinen Cliffhanger an den Kapitelenden gelingt es ihm auch eine gewisse Spannung aufzubauen. Was mir jedoch schnell aufgefallen ist, ist, dass Herr Strobel dieses Mal einen ganz anderen Stil hatte. Die gesamte Handlung erinnerte mich vom Stil sehr an Sebastian Fitzek und das leider nicht im guten Sinn. Es gibt viele Absurditäten, gut gesetzte Cliffhanger, viele, seitenlange Gewaltpornographische Inhalte, die keinen weiteren Zweck erfüllten und Zufälle, die leider dazu führten, dass die Geschichte überdreht und vorhersehbar wurde.

Ich muss sagen, dass ich die Krimis von Arno Strobel oft gerne gelesen habe, aber “Sharing” habe ich wirklich als komplette Katastrophe empfunden. Was diese pornographische, äußerst detaillierte Gewalt gegen Frauen soll und warum sie immer sexuell unterlegt werden muss wird sich mir nie erschließen. Was mich am meisten daran nervt ist die Tatsache, dass diese ganzen Ausführungen nichts bewirkt haben, keine Charakterentwicklung und auch keine Spannungssteigerung.

“Sharing” hat mich extrem enttäuscht. Die Geschichte könnte mehrere Triggerwarnungen vertragen und sie erinnerte mich leider stark, im negativen, an die schlechteren Fitzek’s.

Meine Bewertung: 2 von 5

*RE

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