Rezension

Rezension: Sommergeister von Mary Rickert

November 3, 2016

Titel: Sommergeister

Autorin: Mary Rickert

Übersetzerin: Birgit Reß – Bohusch

Verlag: Piper

Seitenzahl: 352

ISBN-10: 349270414X

ISBN-13: 978-3492704144

Preis: 16,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Die 15-jährige Bay Singer weiß, was sie im Dorf sagen: ihre Mutter sei
eine Hexe. Sie habe eine dunkle Vergangenheit. Furchtbares sei
Jahrzehnte zuvor geschehen, das niemand erfahren dürfe. Bay leidet unter
den Gerüchten und will sie nicht glauben. Doch etwas in ihr weiß es
besser. Tatsächlich ahnte sie schon immer, dass ihre Mutter ihr etwas
verschweigt. Und je weiter sie nachforscht, desto größer werden die
Geheimnisse, auf die sie stößt – warum kann Bay auf einmal Geister
sehen? Welchen jahrzehntealten Bund schloss ihre Mutter mit zwei
weiteren, mysteriösen Frauen? Und welche Rolle spielt Bay selbst in den
Ereignissen, die bis heute nachwirken? In einem magischen Sommer treffen
alte Feinde und neue Freunde aufeinander. Und Bay entdeckt die
unvorstellbare Wahrheit, die das Leben aller für immer bestimmen wird
… Mary Rickerts preisgekröntes Debüt erzählt von mehr als einem alten
Geheimnis. Es ist eine zauberhafte Saga vom Erwachsenwerden und den
Brücken zwischen Mutter und Tochter, Gegenwart und Vergangenheit,
Freundschaft, Liebe und den Schatten, die uns nicht mehr loslassen.

 

 

 Meine Meinung: 

“Sommergeister” ist ein Jugendfantasyroman der Autorin Mary Rickert. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Bay Singer. Bay ist fünfzehn Jahre alt und leidet sehr unter der Gerüchteküche in ihrem Dorf. Die Leute sagen, dass ihre Mutter nicht nur eine dunkle Vergangenheit haben soll, sondern auch eine Hexe sei. Bay will zwar nach außen hin nichts von den Gerüchten wissen, aber etwas in ihr drin vermutet, dass ihre Mutter ihr etwas wichtiges verschweigt. 


Von Unruhe und Sorge getrieben beginnt Bay auf eigene Faust nachzuforschen und stößt auf große und weitreichende Geheimnisse, die nicht nur ihre Mutter, sondern auch sie selbst betreffen. Als Bay nach kurzer Zeit feststellen muss, dass sie plötzlich Geister sehen kann, lässt sie die Vorsicht außer acht, um herauszufinden, welcher Bund vor Jahrzehnten geschlossen wurde, und nun bis in ihr Leben hineinreicht …


 

Der Einstieg in diese Geschichte ist mir recht gut gelungen. Der Schreibstil von Mary Rickert lässt sich problemlos und flüssig lesen. Teilweise verstrickt sich die Autorin, für meinen Geschmack, zu sehr in bildhaften Beschreibungen, die zu sehr ins Detail gehen und somit vom eigentlichen Kernthema ablenken. Das fand ich manchmal ein bisschen anstrengend. Ansonsten sind die Sätze eher einfach gehalten und passen gut zu einem Jugendbuch. 


Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und durchlaufen auch eine Entwicklung, was mir gut gefallen hat. Man merkt beim lesen deutlich wie liebevoll die einzelnen Personen dargestellt werden und das hat mir super gefallen. Zudem hat Mary Rickert ein besonderes Augenmerk auf die emotionale Seite der Geschichte gelegt und hierbei finden sich auch mehrere Passagen, die berühren. 


Das was mir am wenigsten an diesem Buch gefallen hat ist eigentlich die Tatsache, dass ich etwas komplett anderes von dieser Geschichte erwartet hatte. Die mystischen Einflüsse, auf die im Klappentext, hingewiesen wird, waren für meinen Geschmack, wenig bis gar nicht präsent und das fand ich schon sehr schade. Ich hatte einen Anspruch in Richtung Fantasy an das Buch und dem ist die Story leider nicht gerecht geworden. Trotzdem ist es, wenn man von eben genannten einmal absieht, eine gute Geschichte, die nette Lesestunden beschert!


Positiv: 

* schöne Ausarbeitung der Charaktere

* tolle Darstellung und Vermittlung der Emotionen


Negativ: 

* der Schreibstil war mir teilweise zu detailliert und abschweifend

* ich hatte mir vom Klappentext eine andere Geschichte versprochen


“Sommergeister” ist eine schöne Geschichte, die leider nicht die Inhalte geboten hat, die der Klappentext vermuten lässt!

 

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