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Rezension: Komplexe Traumafolgestörungen erfolgreich behandeln von Barrett / Stone Fish

Oktober 14, 2017

Titel: Komplexe Traumafolgestörungen erfolgreich

         behandeln

Autoren: Mary Jo Barrett & Linda Stone Fish

Übersetzer: Guido Plata

Verlag: Junfermann

Seitenzahl: 240

ISBN-10: 3955715655

ISBN-13: 978-3955715656

Preis: 30,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Traumatisierte Menschen gezielt unterstützen
In diesem Buch stellen
die Autorinnen das Collaborative Change Model (CCM) vor, eine
wissenschaftlich fundierte und in der Praxis bewährte Methode, um das
Zusammenwirken von komplex traumatisierten Menschen und ihren
professionellen Betreuern zu unterstützen. Hilfreiche Techniken für den
Umgang mit Traumafolgen sowie neueste Erkenntnisse aus der Forschung
machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für die Behandlung in
unterschiedlichsten Settings.
Der Fokus des CCM richtet sich auf die
Therapeut-Klient-Beziehung. Ziel ist, das Commitment des Klienten zu
festigen und sein Selbstwirksamkeitserleben zu fördern.
Retraumatisierungen gilt es ebenso vorzubeugen wie dem Ausbrennen der
Traumahelfer. Eine Stärkung aller Beteiligten verspricht die besten
Therapieergebnisse und hilft den Betroffenen, wieder hoffnungsvoll in
die Zukunft zu blicken.

 

 

 Meine Meinung: 

“Komplexe Traumafolgestörungen erfolgreich behandeln” ist ein Fachbuch der Autorinnen Mary Jo Barrett und Linda Stone Fish. Das Buch klang für mich vom Inhalt und der Thematik rund um die komplexe Traumafolgestörung sehr interessant, weshalb ich es gern lesen wollte. 

 

Der Aufbau des Buches ist logisch und schön übersichtlich gestaltet. Es gibt zwei große Abschnitte, die noch in verschiedene, spezifischere Unterkapitel aufgeschlüsselt werden. Diese Art hat mir gut gefallen, da man bei der Fülle an Informationen nicht mit Fakten überhäuft wird und je nach Auffassungsgabe und Zeit auch mal nur ein Kapitel lesen kann. 

 

Die zwei Hauptbereiche sind: 

1. Kontext für Veränderungen herstellen

2. Realitäten erweitern 


 

Im ersten Teil des Buches gehen die Autorinnen unter anderem auf die Ursachen und die Definition eines komplexen Traumas ein. Desweiteren gibt es Hinweise auf die Perspektive des Patienten/ der Patientin und hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche, therapeutische Behandlung. Zum Abschluss dieses Abschnittes geht es um die ethische Abstimmung, wobei hier besonders auf die Selbstreflektion des Therapeuten/ der Therapeutin eingegangen wird.


Der zweite Abschnitt ist etwas umfangreicher als der erste und beinhaltet alles was wichtig für das sogenannte “Collaborative Change Model” ist. Zu Beginn gibt es die Bausteine für die Behandlung mit diesem Model und nachfolgend werden schlüssig die Inhalte vorgestellt und betont, worauf ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte. Für diese Dinge ist die Thematik in drei Stufen unterteilt, bei denen jede nocheinmal einzeln erläutert und betrachtet wird.


Der Schreibstil der Autorinnen ist gut verständlich und das Buch lässt sich problemlos lesen. Die Fachsprache ist im Kontext ebenfalls gut zu handhaben und ich denke, dass auch jemand, dem die Thematik fremd ist, einiges an Nutzen aus den Inhalten ziehen kann. Medizinische und psychologische Kenntnisse sind bei machen Fachausdrücken praktisch, aber keine Bedingung, um die Themen verstehen zu können. 


“Komplexe Traumafolgestörungen erfolgreich behandeln” ist ein informatives Fachbuch, welches mich mit einem gut durchdachten Aufbau und hilfreichen Inhalten überzeugen konnte. Für Betroffene ist dieses Buch eher weniger geeignet, aber für Behandler ist es eine wahre Wissensfundgrube.

 

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