Rezension

Kurzrezension: Arrowood – In den Gassen von London von Mick Finlay

Oktober 2, 2018

Titel: Arrowood – In den Gassen von London

Band: 1 von ?

Autor: Mick Finlay

Übersetzerin: Kerstin Fricke

Verlag: HarperCollins

Seitenzahl: 432

ISBN-10: 3959671741

ISBN-13: 978-3959671743

Preis: 10,99 Euro

Lesegrund:

Bei diesem Buch hat mich der vielversprechende Klappentext und das erhoffte Sherlock – Holmes – London – Feeling gereizt. Aber ob mich auch die Handlung überzeugen konnte?

Handlung:

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten William Arrowood. Arrowood arbeitet als Privatdetektiv im Süden von London und seine Klienten sind vorwiegend die Tagelöhner und Straßenmädchen. Auf der anderen Seite der Themse ist die Ursache von Arrowood’s Neid zu finden: der bekannte Sherlock Holmes und sein betuchtes Klientel. Aus Geldnot beschäftigt sich Arrowood widerwillig mit dem Anliegen einer jungen Französin, deren Bruder verschwunden ist. Doch der scheinbar simple Auftrag birgt einige Gefahren und führt Arrowood bei seinen Ermittlungen in die Tiefen der Londoner Unterwelt und bis in allerhöchste Regierungskreise …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Mick Finlay ist flüssig zu lesen und sehr bildhaft. Die detaillierten Beschreibungen waren mir leider oftmals etwas zuviel des Guten, weil es die Geschichte einige Male viel zu langatmig werden liess. Das Setting ist toll dargestellt, aber mir waren die Schilderung durchweg zu detailverliebt.

Charaktere:

Die Ausarbeitung der Charaktere ist solide und hat mir recht gut gefallen. Ab und an fand ich es etwas schade, dass der Autor einige Klischee’s eingebaut hat. Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, aber insgesamt gab es mir, sowohl bei den Haupt – als auch den Nebencharakteren, zuviele Parallelen zu Sherlock Holmes. ( Auch wenn vom Autor häufig auf’s Gegenteil verwiesen wird. )

Spannung:

Mit dem Spannungsaspekt konnte mich Mick Finlay leider gar nicht überzeugen. Die Geschichte ist, meiner Meinung nach, viel zu langatmig und stellenweise richtig zäh geschildert. Das führte auch dazu, dass kaum Spannung aufgekommen ist, was ich wirklich schade fand.

Emotionen:

Die Emotionen hat der Autor weitestgehend authentisch dargestellt, aber es gab keine Momente in denen mich die Handlung, bzw. die Geschehnisse richtig berühren konnte, was ich mir anders gewünscht hätte.

Von “Arrowood – In den Gassen von London” hatte ich mir eine spannende und atmosphärische Geschichte versprochen. Leider war die Story sehr, sehr langatmig und auch die fesselnden Momente waren mir viel zu rar gesät. Das Potenzial konnte ich durchaus erkennen, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

Meine Bewertung: 2,5 von 5

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