Rezension

Rezension: Tage der Furcht von Roxane Gay

Januar 7, 2016

Titel: Tage der Furcht

Autorin: Roxane Gay

Übersetzer: Michael Krug

Verlag: Bastei Lübbe Taschenbuch

Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3404172906

ISBN-13: 978-3404172900

Preis: 8,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

ICH WERDE EUCH VON MEINEN TAGEN DER FURCHT ERZÄHLEN … Ich werde euch
erzählen, wie das Märchen, das mein Leben einst war, endete. Das geschah
an jenem Tag, als ich vor den Augen meiner Familie entführt wurde. Die
Männer, die mich verschleppten und in einen Käfig sperrten, haben
versucht, mich zu brechen. Doch sie haben es nicht geschafft. Und sie
haben meinen Willen zu kämpfen unterschätzt …  

 

 

Meine Meinung: 

“Tage der Furcht” ist ein Thrillerdebüt der Autorin Roxane Gay. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Mireille. Mireille ist glücklich verheiratet mit ihrem Mann Michael und zusammen haben die beiden ihren kleinen Sohn Christophe. Ihr Leben ist wunderschön, bis eines Tages bei einem Besuch bei ihren Eltern, in Haiti, etwas schreckliches geschieht. Als Mireille und Michael gerade mit dem kleinen Christophe zum Strand fahren wollen, werden sie direkt nach dem Verlassen des elterlichen Grundstücks von einer Gruppe Männern mit Schusswaffen angehalten. Michael wird überwältigt und schließlich entführen die Männer Mireille. Trotz schlimmer Vorahnungen hofft die Protagonistin, dass es sich um eine schlichte Entführung handelt und ihr Vater ohne Probleme das Lösegeld zahlen wird, aber ganz intuitiv weiß sie, dass dem wahrscheinlich nicht so seien wird …

 

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Die Sicht von Mireille wird in der Ich – Form geschildert und das hat mir als Leser das Geschehen und ihre Gefühls – und Gedankenwelt gleich näher gebracht. Man erfährt was Mireille alles, während ihrer Gefangenschaft, durchmachen muss und das ging mir mehr als nur ein mal so richtig unter die Haut. 

 

Roxane Gay schreibt sehr emotional und doch lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Man bekommt als Leser einen tollen Einblick in die unterschiedlichen Schichten in Haiti und die damit einhergehenden Probleme und Schicksale. Mireilles Schicksal ging mir sehr nahe und ich musste das Buch ein paarmal pausieren weil die Szenen erschreckend realitätsnah wirkten und somit noch um ein vielfaches mehr schockierend waren. 

 

Auch die Gefühle von Mireille’s Ehemann Michael werden sehr gut rübergebracht, was hier in der dritten Person stattfindet. Zwischen dem aktuellen Geschehen in der Gegenwart finden sich auch Einblicke in die Vergangenheit des Paares, wie sie sich kennengelernt haben etc. Das war eine willkommene Auflockerung des schweren Themas. Was mir leider bei der Geschichte gefehlt hat war die Spannung. Alle Geschehnisse sind zwar interessant beschrieben und lassen mich als Leserin nicht kalt, aber die Thrillerspannung blieb für mich leider während des gesamten Buches aus. 

 

“Tage der Furcht” ist ein fesselndes Buch zu einem schockierenden Geschehen, welches von der Autorin realistisch und emotional erzählt wird! Für mich persönlich ist es aber eher Spannungsroman als Thriller, denn die große Spannung habe ich leider nicht entdecken können!

 

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