Rezension

Rezension: Memory Game – Erinnern ist tödlich von Felicia Yap

Oktober 17, 2017

Titel: Memory Game – Erinnern ist tödlich

Autorin: Felicia Yap

Übersetzerin: Bettina Spangler

Verlag: Penhaligon

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3764531827

ISBN-13: 978-3764531829

Preis: 14,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?

In
Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind
und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern
können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage
zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr
Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer
verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche
einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie
Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die
Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie
sich selbst vertrauen?

 

 

Meine Meinung: 

“Memory Game – Erinnern ist tödlich” ist ein Thriller der Autorin Felicia Yap. Auf dieses Buch war ich schon seit einer ganzen Weile sehr gespannt, da ich die Idee gelungen fand und mir gedacht habe, dass mir dieses Buch durchaus fesselnde Lesestunden bescheren könnte. Aber ob dem letztendlich auch so war? Das erzähle ich euch jetzt.

 

Diese Geschichte spielt in einer Welt in der es zwei Arten von Menschen gibt. Das sind zum einen die Mono’s, die sich nur an die Ereignisse des vorigen Tages erinnern können und zum anderen die Duo’s, deren Gedächtnis bis zu zwei Tage zurückreicht. Die Protagonistin Claire ist eine Mono und ihr Ehemann Mark ist ein Duo. Die wichtigste Stütze der Menschen in dieser Welt ist ihr Tagebuch, denn was sie nicht rechtzeitig aufschreiben ist für immer verloren.

 

Eines Tages steht plötzlich die Polizei vor Claire’s Tür und möchte ihren Mann sprechen. Der Grund ist folgender: Eine junge Frau wurde ermordet und Mark ist verdächtig, da die Frau seine Geliebte war. Für Claire bricht eine Welt zusammen und sie weiß nicht mehr wem sie wirklich vertrauen kann … 


 

 

Der Einstieg in diesen Thriller ist mir gut gelungen. Schon der Beginn ist spannend gestaltet und wirft eine Reihe Fragen auf, was meine Neugier auf die Geschichte nocheinmal erhöhte. Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen, denn die Autorin baut vier verschiedene Sichten ein, was erst viel klingen mag, aber für mich gut harmoniert und auch Spannung erzeugt hat. 

Alle Erzählstränge werden in Ich – Form geschildert, aus der Sicht von Claire, ihrem Ehemann Mark, der Geliebten Sophia und Hans, dem Ermittler. Was mich manchmal ein bisschen gestört hat, war, dass es einige Wiederholungen gab. Die waren besonders im ersten Drittel und im Bezug auf die Mono/Duo Problematik vorhanden und mir gingen die häufig nur minimal umformulierten Aussagen ein wenig auf die Nerven. Hier wäre etwas weniger, in meinen Augen, mehr gewesen.


Bis ca zur Hälfte des Buches war die Geschichte noch sehr undurchsichtig, was ich prima fand. Keine meiner Ahnungen wurde direkt bestätigt, aber das verlor sich leider im Verlauf etwas und daher waren mir manche Auflösungen leider schon früher klar. Das dämpfte die Spannung ein bisschen, was schade war. Durch die verschiedenen Erzählstränge und dadurch, dass am Ende noch die eine oder andere Überraschung auf den Leser/die Leserin wartet, war die Spannung die meiste Zeit über vorhanden, aber ich hätte gern eine etwas höhere Spannung erlebt. 


Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Sie waren interessant, aber keiner von ihnen hatte jetzt einen starken Tiefgang. Letzteres hat mir aber durch die anderen, abwechslungsreichen Handlungsanteile auch nicht gefehlt. Die Buchidee hat mir richtig gut gefallen und der Autorin ist es wirklich sehr gut gelungen die damit verknüpften Emotionen, Vorteile und Nachteile darzustellen. Auch die Feindlichkeit und das Klassendenken, war ein Aspekt der mich schon berührt hat, da es auch in unserer Welt sooft in vielfältigster Form auftritt und hier wirklich deutlich gemacht wird.


Positiv: 

* tolle Buchidee

* Rundumblick durch verschiedene ErzählerInnen

* bis etwa zur Hälfte war die Geschichte schön rätselhaft  


Negativ: 

* ab dem 2. Drittel wurde die Story leider in Teilen vorhersehbarer

* das Ende wirkte auf mich etwas zu überzogen

* es gab, besonders zu Beginn, einige inhaltliche Wiederholungen


“Memory Game – Erinnern ist tödlich” ist ein guter Thriller mit sehr guten Ideen und einer interessanten Handlung. Auch wenn mich nicht alle Aspekte überzeugen konnten, würde ich ein weiteres Buch der Autorin lesen, denn das Potenzial ist durchaus zu erkennen gewesen!

 

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