Rezension

Rezension: Einsamkeit – Die unerkannte Krankheit von Manfred Spitzer

Oktober 24, 2018

Titel: Einsamkeit – Die unerkannte Krankheit

Autor: Manfred Spitzer

Verlag: Droemer HC

Seitenzahl: 320

ISBN-10: 9783426276761

ISBN-13: 978-3426276761

Preis: 19,99 Euro

Meine Meinung:

“Einsamkeit – Die unerkannte Krankheit” ist ein Buch des Autors Manfred Spitzer. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich die Thematik interessant finde und gerne etwas dazulernen wollte.

In diesem Buch geht es um das Thema Einsamkeit. Manfred Spitzer erläutert hierin die Entstehung von Einsamkeit und vorallem auch ihre weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Zudem belegt der Autor seine Meinung mit langen Auszügen aus Studien, die teilweise interessant waren, aber immer im abschließenden nocheinmal in Kurzform wiedergegeben werden. Das ging mir leider nach wenigen Kapiteln ein bisschen auf die Nerven, da es so zu unnötigen Wiederholungen kam, die keine neuen Erkenntnisse mitbrachten. Mir hätte es besser gefallen, wenn es ein entweder oder gewesen wäre, also Studienerläuterungen oder das ausführliche Fazit. Oder alles etwas knapper gehalten, um die Wiederholungen zu vermeiden.

Die Inhalte sind für Leser/Leserinnen, die sich neu in das Thema Einsamkeit einlesen möchten bestimmt interessant, aber ich habe schon mehreres darüber gelesen und daher gab es für mich leider keine neuen Tipps/Ratschläge im Umgang oder zur Prävention zu entdecken, was ich wirklich enttäuschend fand.

Wer über andere Krankheiten liest wird hier schon gemerkt haben, dass Einsamkeit oft ein Faktor ist, der zu Krankheiten führen, oder deren Entwicklung negativ beeinflussen kann. Leider fehlt es in diesem Buch komplett an Lösungen. Denn Manfred Spitzer’s Tipps könnte man auch in jedem Achtsamkeits – Burnout – oder Depressionsratgeber finden. In diesem Punkt fehlte es mir an innovativen Vorschlägen, die eben genau zu dieser Thematik passen und nicht bei Bedarf zu verschiedensten Themen hervorgeholt werden können. Dass das Buch flüssig und leicht zu lesen ist und auch für Laien, inkusive der Studien, gute Verständlichkeit garantiert ist, konnte die inhaltlichen Mängel, in meinen Augen leider nicht aufwiegen. Zuletzt ist noch anzumerken, dass es häufig den Wink mit dem Zaunpfahl, bezüglich der Internetnutzung gibt, was allerdings auch nicht wirklich neue Erkenntnisse bringt …

“Einsamkeit – Die unerkannte Krankheit” behandelt ein wichtiges und bisher wenig in dieser Form besprochenes Thema. Leider ist die Umsetzung mehr als Mau und so bekommt der Leser/die Leserin eher eine Mischung aus Studien und bereits bekannten Inhalten, die nicht das bieten, was ich mir von diesem Buch erwartet hatte … Schade.

Meine Bewertung: 2 von 5

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