Rezension

Rezension: Das Kind im Wald von Sarah Graves

Oktober 13, 2016

Titel: Das Kind im Wald

Band: 1 von ?

Autorin: Sarah Graves

Übersetzerin: Christiane Winkler

Verlag: Diana  

Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3453358724

ISBN-13: 978-3453358720

Preis: 9,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Die Versetzung in eine Kleinstadt ist für die Bostoner Mordkommissarin
Lizzie Snow keine Beförderung. Doch sie hat private Gründe, den Job im
einsamen Norden anzunehmen: Ihre Nichte, die vor Jahren spurlos
verschwand, soll dort gesehen worden sein. Während der eisige Winter
hereinbricht und Maine im Schnee versinkt, macht Lizzie sich auf die
Suche – nicht ahnend, dass in den dunklen Wäldern Ungeheuerliches auf
sie wartet.

 

 

Meine Meinung: 

“Das Kind im Wald” ist der erste Band der Krimireihe, um Lizzie Snow, geschrieben von der Autorin Sarah Graves. Auf dieses Buch war ich schon eine ganze Weile sehr neugierig, denn der Inhalt klang für mich geheimnisvoll und spannend und dadurch wurde meine Neugier geweckt. Aber ob mich auch der Inhalt überzeugen konnte?

 

In diesem Kriminalroman geht es um die Protagonistin Lizzie Snow. Lizzie hat lange Zeit bei der Mordkommission in Boston gearbeitet und ist sehr gut in ihrem Job. Als sie nun einen neuen Posten, als stellvertretender Sheriff des kleinen Ortes Bearwell, in der Nähe von Maine, annimmt, gibt es für Lizzie auch einen persönlichen Grund die Stelle anzunehmen, denn einer Beförderung kommt der Posten nicht im Ansatz nahe.

 

Der Grund für Lizzie, dennoch zuzusagen ist, dass ihre Nichte, die vor Jahren spurlos verschwand, in den Wäldern der Gegend gesehen worden sein sollte. Doch schon schnell muss Lizzie feststellen, dass der kleine Ort seinen ganz eigenen Charme hat und plötzlich taucht auch noch der Mann auf, der vor nicht allzu langer Zeit ihr Herz gebrochen hat. Doch bevor sich Lizzie in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden kann, bricht auch im Job das Chaos über sie herein und nicht nur ein Fall möchte gelöst werden … 

 

Der Einstieg in diesen Krimi ist mir sehr gut gelungen. Die Autorin Sarah Graves hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der durch bildhafte und atmosphärische Beschreibungen hervorsticht. Zudem gelingt es der Autorin sehr gut den Spannungsbogen zu halten, was bei  mir dazu führte, dass ich das Buch nur äußerst widerwillig aus der Hand gelegt habe. Der Aufbau der Geschichte besticht durch verschiedene Erzählstränge, die die verschiedensten Themen behandeln und viele Einblicke liefern. Was mir hier gut gefallen hat ist, dass die Autorin die Fäden auch gekonnt miteinander verknüpft und sich ein stimmiges und rundes Bild ergibt. 

Für mich persönlich, hätten es aber auch gerne ein zwei Themen/Fälle weniger sein dürfen, denn es war eine sehr komplexe und mir dadurch manchmal auch zu konstruierte Geschichte. Etwas weniger und die anderen Erzählstränge deutlicher ausgearbeitet hätten mir hier besser gefallen. Aber das war im Gesamtbild kein riesiger Minuspunkt. Die Charaktere wurden toll ausgearbeitet und besonders die Protagonistin Lizzie Snow ist ein Charakter, der auch für kommende Bände viel Potenzial bietet. Aber auch die Nebencharaktere wurden von Frau Graves schön dargestellt und insgesamt hat die Autorin eine angenehme Beschreibung des kleinen Örtchens und dessen Bewohnern geliefert, das mir super gefallen hat! 

 

Abgesehen davon, dass mir die Menge der Themen/Verknüpfungen ein bisschen zuviel war, ist die Handlung sehr gut gelungen! Der Spannungsbogen ist immer in einem guten Mittelmaß, was nicht zuletzt an den verschiedenen Erzählsträngen lag, und es gab auch immer wieder Szenen, bei denen die Spannung nocheinmal angezogen wurde. Das Finale war extrem fesselnd und am Ende wurden auch alle noch offenen Fragen geklärt, was mich sehr zufrieden zurückgelassen hat. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Lizzie & Co, denn es gibt noch viel Potenzial für weitere spannende Geschichten!

 

Positiv: 

* schöner atmosphärischer und fesselnder Schreibstil

* vielseitige Handlungsstränge erhöhen die Spannung

* tolle und authentische Charaktere

* der Kriminalfall wurde gut aufgelöst und war oft sehr spannend

 

Negativ: 

* für meinen Geschmack hätte die ein oder andere Verstrickung zu anderen Fällen ruhig fehlen dürfen, denn so wirkte es manchmal zu konstruiert

 

“Das Kind im Wald” ist ein gelungener Auftaktband, der mich mit einem super gehaltenen Spannungsbogen und tollen Charakteren absolut gefesselt hat!

 

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