Rezension

Kurzrezension: Madame Curie und die Kraft zu träumen von Susanna Leonard

September 19, 2020

Titel: Madame Curie und die Kraft zu träumen

Autorin: Susanna Leonard

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl: 464

ISBN-10: 3548063861

ISBN-13: 978-3548063867

Preis: 11,00 Euro

Lesegrund:

Dieses Buch hat mich am meisten, aufgrund der Figur der Marie Curie gereizt. Ich finde sie als Persönlichkeit interessant und war gespannt auf die Geschichte.

Handlung:

Die Geschichte beginnt in Paris des Jahres 1891. Marie träumte schon als Kind davon ihrer besetzten polnischen Heimat zu entfliehen und zwanzig Jahre später erfüllt sich dieser Traum. Marie beginnt an der Sorbonne zu studieren, aber zu dieser Zeit ist eine Frau in der Welt der Wissenschaft nicht gerne gesehen. Trotz aller Anfeindungen stürzt sie sich in die Forschung und lernt eines Tages den charmanten Physiker Pierre Curie kennen, der ihr Glück perfekt macht. Mit Pierre erzielt sie bahnbrechende Erfolge, aber der Preis dafür ist hoch und Marie ahnt nicht, welche tragischen Schicksalsschläge sie noch erleben soll …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Susanna Leonard ist flüssig und gut zu lesen. Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, was mir gut gefallen hat.

Charaktere:

Die Charaktere hat Frau Leonard weitestgehend gut ausgearbeitet. Was ich etwas schade fand war, dass die Nähe zur Protagonistin nicht immer so gelungen war. Durch die stilistisch etwas anderen Rückblicke wirkt es fast als wäre Marie plötzlich eine ganz andere Person, was mich nicht hundertprozentig überzeugt hat. Ansonsten fand ich die Entwicklungen interessant und habe mit den Charakteren mitgefiebert.

Spannung:

Die Geschichte ist unterhaltsam und stellenweise auch sehr interessant aufgebaut. Allerdings gab es, meiner Meinung nach, nur einen eher niedrigen Spannungsbogen.

Emotionen:

Die Emotionen kommen besonders durch das Schicksal und die Erlebnisse der Protagonistin zum tragen. Ich konnte oft mit ihr mitfühlen, aber ich fand es schade, dass es so dargestellt wurde, als ob ihre Geschichte, nach einem bestimmten Ereignis, welches ich nicht nennen kann ohne zu spoilern, zu Ende ist. Dem war ja nicht so und daher hat mir dieser Aspekt nicht so gut gefallen.

“Madame Curie und die Kraft zu träumen” ist ein gutes Buch, über eine faszinierende und starke Frau, die die Wissenschaft geprägt hat und noch viel mehr Wertschätzung verdient gehabt hätte. Über die kleinen Schwächen der Geschichte, konnte ich fast komplett hinwegsehen.

Meine Bewertung: 3,5 von 5

*RE

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