Rezension

Kurzrezension: Grandhotel Angst von Emma Garnier

November 7, 2017

 

Titel: Grandhotel Angst

Autorin: Emma Garnier 

Verlag: Penguin 

Seitenzahl: 320

ISBN-10: 3328100881

ISBN-13: 978-3328100881

Preis: 13,00 Euro 










Inhalt: 

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die
ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das
Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem
großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs
funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht
nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch
Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt
Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und
Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht.
Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu
haben …

 

 

Lesegrund: 

Das Buch klang für mich, von der Beschreibung auf dem Klappentext her, nach einer spannenden Geschichte, in einem tollen Grusel – Setting und darauf hatte ich derzeit große Lust. 

 

Handlung: 

Die Geschichte spielt in Italien, genauergesagt in Bordighera, im Jahr 1899. Die junge Nell und ihr frisch Angetrauter Oliver verbringen ihre Flitterwochen im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist direkt von dem faszinierenden Gebäude, dem Hotelpark und dem so naheliegenden Meer begeistert. Allerdings wird ihr schnell klar, dass sie ihren Mann nicht so gut kennt, wie sie dachte, denn Oliver scheint im Hotel nicht nur einige Gäste und Personal zu kennen, sondern auch das ein oder andere Geheimnis mit ihnen zu teilen. Als ein anderer Gast des Hotels überraschend stirbt, beginnt Nell eigene Nachforschungen anzustellen, bei denen sie auf eine unheimliche Legende stößt, die sie schnell in ihren Bann zieht …

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Emma Garnier ist durchweg flüssig und leicht zu lesen. Manchmal hätte ich es schön gefunden, wenn mehr von der beschriebenen Atmosphäre auch bei mir als Leserin angekommen wäre. Erzählt wird die Geschichte in Ich – Form aus der Sicht der Protagonistin Nell. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir weitestgehend ganz gut gefallen, aber leider war es so, dass ich ein paar Probleme mit den Eigenarten der Protagonistin hatte. Dass sie die Ich – Erzählerin war, war, für mich, leider manchmal ein bisschen zu anstrengend, da sie oft nicht verängstigt, sondern eher extrem naiv und oftmals auch nur verwirrt auf mich wirkte. Das trübte meinen Lesegenuss leider spürbar. 

 

Spannung: 

Den Spannungsbogen hat Emma Garnier im unteren Mittelfeld angesetzt und ich finde, dass man merkt, dass die Autorin sich bemüht hat überraschende Wendungen und Spannungsmomente einzubauen. Leider wirkte es auf mich aber zu deutlich gewollt und der erhoffte Spannungsanstieg blieb, in meinen Augen, aus. Das Ende war leider schon eine Weile vorher sehr leicht abzusehen, da es eigentlich nur zwei mögliche Varianten gegeben hat. Somit konnte mich die Autorin in Sachen Spannung leider zu selten erreichen, was ich schon schade fand. 

 

Emotionen:  

Die Ausarbeitung der Emotionen fand ich, wie auch im Punkt der Charaktere, nur bedingt gelungen, da ich mit Nell als Protagonistin nicht zusammengefunden habe. Ich fand viele ihrer Emotionen zu überzogen und klischeehaft dargestellt, was auf mich eher anstrengend wirkte, anstatt mein Mitgefühl zu wecken. 

 

Von “Grandhotel Angst” hatte ich mir etwas mehr versprochen, als ich bekommen habe. Besonders die Protagonistin war mir zu unglaubwürdig dargestellt, was sich leider durch’s Buch zog. Es gab ein paar gute Momente und die Idee finde ich immer noch toll, aber auch diese positiven Dinge konnten für mich die fehlende Grusel – Spannung nicht aufwiegen. 

 

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