Rezension | Roman

Kurzrezension: Wir sehen uns unter den Linden von Charlotte Roth

November 17, 2019

Titel: Wir sehen uns unter den Linden

Autorin: Charlotte Roth

Verlag: Knaur TB

Seitenzahl: 528

ISBN-10: 3426522357

ISBN-13: 978-3426522356

Preis: 9,99 Euro

Lesegrund:

Charlotte Roth zählt zu den Autorinnen deren Bücher ich immer wieder gerne lese und daher habe ich mich auch sehr auf ihr aktuelles Werk gefreut.

Handlung:

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Susanne. Susanne hat von ihrem Vater Volker gelernt an den Sozialismus zu glauben. Er selbst hat gegen das Naziregime gekämpft und wurde kurz vor Kriegsende erschossen, vor den Augen seiner sechzehnjährigen Tochter. Susanne hat dieses Erlebnis nie vergessen und um das Vermächtnis ihres Vaters zu erfüllen, widmet sie sich dem Aufbau eines besseren Deutschland. Eines Tages lernt sie den lebenslustigen Kelmi kennen und lieben und ab da beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Doch ihr Glaube an den Sozialismus im Osten Deutschlands ist so tief in ihr verwurzelt und es ist das Band, dass sie mit ihrem toten Vater verbindet. Dann kommt der 13. August und die Mauer verwehrt Susanne jede mögliche Alternative …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Charlotte Roth hat mir in diesem Roman wieder sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt bildhaft und bringt die emotionalen Momente gelungen rüber, ohne ins kitschige abzudriften. Es ist eine gelungene Mischung aus geschichtlichen Fakten und Roman.

Charaktere:

Die Charaktere hat Charlotte Roth toll ausgearbeitet. Die Hauptcharaktere sind facettenreich und ich habe sie gerne durch die Geschichte begleitet. Auch die Nebencharaktere haben mir gefallen, denn sie ergänzen die Protagonisten sehr gut.

Spannung:

Den Spannungsbogen hat die Autorin gut gehalten. Die Geschichte ist stets interessant und es gab zudem auch Momente, in denen die Spannung nochmal erhöht wurde, was mir super gefallen hat.

Emotionen:

Die Emotionen hat Frau Roth nicht nur authentisch dargestellt, sondern auch so vermittelt, dass sie mich als Leserin mit den Inhalten berühren konnte. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und mitgelitten und es gab ein paar Momente und Themen, die mich bewegt haben.

“Wir sehen uns unter den Linden” ist eine schöne und authentische Geschichte, die die Zeit des Mauerbaus und den Sozialismus mit viel Gefühl und einer jungen Liebe verbindet. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen.

Meine Bewertung: 5 von 5

*RE

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