Rezension

Kurzrezension: Die Moortochter von Karen Dionne

Oktober 28, 2017

Titel: Die Moortochter

Autorin: Karen Dionne

Übersetzer: Andreas Jäger

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 384

ISBN-10: 3442205352

ISBN-13: 978-3442205356

Preis: 12,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie
ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die
sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte
mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie
vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein
gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena
hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er
nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den
Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie
sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur
Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd,
denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

 

 

Lesegrund: 

Nachdem der Inhalt meine Neugier angestachelt hat und ich zudem ein paar positive Rezensionen zu diesem Buch gelesen hatte, war mir bald klar, dass ich mir gerne meine eigene Meinung dazu bilden möchte.

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Helena Pelletier. Helena lebt sehr zurückgezogen auf der Upper Peninsula, in Michigan. Sie ist ist eine hervorragende Fährtenleserin und Jägerin, was sie von ihrem Vater gelernt hat, der immer ihr Held war, bis sie fünfzehn Jahre zuvor erfahren hat, dass er ein gefährlicher Psychopath ist und ihre Mutter entführt hat. Helena hat für seine Festnahme gesorgt und er sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis. Doch eines Tages hört Helena, dass ein Gefangener entkommen ist und sie ahnt sofort, dass es ihr Vater sein muss. Zudem ist sie sich sehr sicher, dass sie weiß, wo er sich verstecken wird und beschließt sich auf die Suche zu begeben …

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Karen Dionne ist eingängig und in manchen Passagen auch bildhaft. Erzählt wird die Geschichte in Ich – Form, aus der Sicht der Protagonistin Helena. Zudem gibt es zwei verschiedene Erzählstränge, einen in der Vergangenheit vor der Verhaftung von Helena’s Vater und einen in der Gegenwart.  



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere ist der Autorin leider nur mittelmäßig gut gelungen. Die Protagonistin fand ich, auch durch die Einflechtungen der Vergangenheit, gut dargestellt, aber die anderen Charaktere blieben, für meinen Geschmack, leider durchgängig zu blass und unscheinbar. Das nahm der Handlung ein bisschen von ihrem Reiz.

 

Spannung: 

Zu Beginn habe ich mich direkt auf eine spannende Geschichte gefreut. Der Anfang war toll, aber leider machte der Spannungsbogen dann eine, in meinen Augen, zu gewaltige Kurve nach unten, um erst ganz am Ende wieder ein bisschen anzusteigen. Das fand ich wirklich schade, denn ich hatte mir eine echte Gänsehautstimmung und viele Spannungsmomente erhofft. Das Potenzial hat alleine das Setting im Moor schon mitgebracht. 

 

Emotionen:   

Die Ausarbeitung der Emotionen war durch Helena’s Geschichte nicht schlecht, aber ich konnte auch nicht wirklich mit der Protagonistin mitfühlen. Sie war nicht direkt unnahbar, aber irgendwie schwer für mich zu greifen. Das wirkte sich leider auch auf die Thematik der Emotionen aus. 

 

“Die Moortochter” konnte meine Erwartungen an einen Psychothriller leider nicht komplett erfüllen. Es gab einiges an Potenzial, welches aber nur bedingt genutzt worden ist. Man kann dieses Buch lesen, verpasst, meiner Meinung nach, aber auch nicht viel, wenn man es nicht tut. Von mir gibt es 2,5 Rosen, aufgerundet auf 3.

 

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