Rezension

Kurzrezension: Die letzte Stunde von Minette Walters

August 2, 2018

Titel: Die letzte Stunde

Autorin: Minette Walters

Übersetzer: Sabine Lohmann & Peter Pfaffinger

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 656

ISBN-10: 3453271688

ISBN-13: 978-3453271685

Preis: 22,00 Euro

Lesegrund:

Minette Walters ist mir bisher durch ihre guten Krimis bekannt gewesen und als ich gesehen habe, dass sie sich an ein historisches Thema wagt, war meine Neugier direkt geweckt.

Handlung:

Die Geschichte beginnt im Süden Englands, im Juli des Jahres 1348. Über die Küste ist die Pest ins Land gekommen und binnen kürzester Zeit beherrscht sie ganz Landstriche und versetzt die Menschen in Panik. Lady Anne, die Herrin von Develish, kümmert sich um ihre Schutzbefohlenen und lässt die Zugbrücke verbrennen. Auf dem abgeschotteten Anwesen zählen nun weder Rang noch gesellschaftliche Konventionen, sondern nur der Einsatz für die anderen. Ihren klügsten Diener Thaddeus setzt Anne als Verwalter ein, aber kann sich die Schicksalsgemeinschaft gegen die Pest und die Raffgierigen, die Develish belagern, behaupten? Als eines Tages auch noch ein grausamer Mord geschieht, stellt dies die Gemeinschaft und Lady Anne auf eine schwierige Probe …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Minette Walters ist flüssig und angenehm zu lesen. Ich mochte auch die bildhaften Beschreibungen gerne, aber leider waren manche Passagen dadurch auch ein bisschen langatmig. Hier hätte es mir besser gefallen, wenn nicht alles so detailverliebt beschrieben worden wäre.

Charaktere:

Die Charaktere hat die Autorin gut ausgearbeitet, was ich schön fand. Ich mochte besonders den Facettenreichtum der ganz unterschiedlichen Charaktere und ihr Zusammenspiel ist gut dargestellt. Die Protagonistin ist vielleicht nicht ganz zeitgetreu gezeichnet, aber das hat mich gar nicht so gestört, weil ich den Rest als stimmig empfunden habe.

Spannung:

Die Geschichte klang für mich, der Idee nach, sehr spannend, aber in der Umsetzung habe ich die spannenden Momente leider desöfteren vermisst. Die Story hat durchaus ihre spannenden Momente, aber es gibt, meiner Meinung nach, leider zuviele Passagen, die langatmig und ziemlich zäh waren. Das fand ich wirklich schade, denn die Inhalte haben hier doch viel Spannungspotenzial gehabt.

Emotionen:

Die Thematik bietet ansich schon einige emotionale Momenten, was mir gut gefallen hat. Ich fand viele der Emotionen authentisch und konnte durchaus mit einigen der Charaktere mitfühlen, was für mich immer ein Plus ist. 

“Die letzte Stunde” punktete bei mir mit einer tollen Idee, die leider in der Umsetzung nicht ganz überzeugen konnte. Insgesamt fehlte es mir vorallem an Spannung, was die Story leider ab und an langatmig werden liess.

Meine Bewertung: 3,5 von 5

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  1. Liebe petra,
    meine Rezi zum Buch ging ja auch erst online. Bei mir gab es 3 Sterne. ich fand die Charaktere sehr schwarz weiß gemalt und Lady Anne überhaupt nicht zeitgemäß. Sonst wäre das Buch wirklich gut geworden…
    Liebe Grüße
    Martina

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