Rezension

Kurzrezension: Das Scherbenhaus von Susanne Kliem

August 30, 2017

 

Titel: Das Scherbenhaus

Autorin: Susanne Kliem

Verlag: Carl’s Books

Seitenzahl: 336

ISBN-10: 3570585662

ISBN-13: 978-3570585665

Preis: 14,99 Euro 











Inhalt:

Carla Brendel wird
seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen
Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem
Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in
Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser
Wohnanlage “Safe Haven”, die mit neuesten Sicherheitssystemen
ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft
verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der
Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen
Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und
sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im “Safe Haven”
ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann,
wenn man zu viele Fragen stellt …

 

 

Lesegrund: 

“Das Scherbenhaus” klang für mich der Inhaltsbeschreibung nach, nach einem spannenden Thriller und solche Geschichten lese ich ja regelmäßig und wirklich gerne, weshalb ich auch zu diesem Buch gegriffen habe.

 

Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Carla Brendel. Carla wird seit Monaten von einem sadistischen Stalker verfolgt. Aber nicht nur die ständige Überwachung zerrt an ihren Nerven, sondern auch die Bilder, die der Stalker ihr schickt. Die Motive sind vielfältig aber sie haben eines gemeinsam, sie sollen Angst machen. Schließlich flüchtet Carla zu ihrer Halbschwester Ellen nach Berlin. Die Wohnanlage “Safe Haven” vermittelt ihr Sicherheit. Doch als Ellen spurlos verschwindet und kurz darauf tot aufgefunden wird, muss Carla sich mit der Tatsache anfreunden, dass in “Safe Haven” ganz eigene Gesetze herrschen …

 

Schreibstil: 

Der Schreibstil von Susanne Kliem hat mir gut gefallen. Der Autorin gelingt es in einer einfachen Sprache, nicht nur flüssig, sondern immer auch interessant zu schreiben und eine unterschwellige Spannung entstehen zu lassen, was mir gut gefallen hat. 



Charaktere: 

Die Charaktere hat Susanne Kliem gut ausgearbeitet, sodass ich die Entwicklungen größtenteils interessiert verfolgt habe. Leider bin ich mit der Protagonistin nicht richtig warm geworden, weil sie für mich manchmal zu substanzlos wirkte.

 

Spannung: 

Die Spannung baut die Autorin in diesem Thriller eher durch die psychologischen Elemente, wie zum Beispiel verschiedene Manipulationen ein, was ich auch sehr gelungen fand. Dadurch brachte sie meine Vermutung zur Auflösung zwar nicht ins wanken, aber sie streute ein paar Unsicherheiten, was ich super fand. Leider gab es viele Passagen, die mir zu langatmig beschrieben worden sind und richtig spannend wird es erst im letzten Drittel. Ich hätte es schön gefunden auch schon im ersten und zweiten Drittel ein höheres Tempo und dadurch mehr Spannung zu erleben.

 

Emotionen:  

Die Emotionen hat Susanne Kliem gut rübergebracht und auch wenn ich nicht richtig mitgefiebert habe, konnte ich den Charakteren die Gefühle abnehmen, was mir immer sehr wichtig ist.

 

“Das Scherbenhaus” hatte mir den Großteil der Geschichte leider zu wenig Spannung zu bieten, sodass auch das temporeiche Finale nicht alles fehlende aufwiegen konnte. Das Potenzial war durchaus gegeben, aber in meinen Augen, wurde es nicht immer komplett ausgeschöpft, wodurch dieses Buch für zwischendurch ganz nett ist, aber nicht vor Spannung strotzt.

 

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