Rezension

Rezension: Totenweg von Romy Fölck

Juni 25, 2018

Titel: Totenweg

Band: 1 von ?

Autorin: Romy Fölck

Verlag: Bastei Lübbe

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3785726228

ISBN-13: 978-3785726228

Preis: 20,00 Euro

Meine Meinung:

“Totenweg” ist der erste Band der “Elbmarsch” – Krimireihe der Autorin Romy Fölck. Auf dieses Buch bin aufgrund einiger sehr positiver Rezensionen aufmerksam geworden und da ich mal wieder Lust auf einen guten Krimi hatte, wurde das Buch auch bald von mir gelesen. Aber ob ich mich den lobenden Stimmen auch anschließen kann? Das erzähle ich euch jetzt.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Frida. Frida ist Polizistin und sie arbeitet gerade stark darauf hin einen guten Posten in der Mordkomission zu bekommen. Eines Tages erreicht sie ein Anruf ihrer aufgelösten Mutter, die ihr berichtet, dass ihr Vater brutal niedergeschlagen wurde und seither im Koma liegt. Frida macht sich sofort auf den Weg in ihr Heimatdorf, in der Elbmarsch, dem sie nicht ohne Grund den Rücken gekehrt hat. Um ihre Mutter zu entlasten beschließt sie schweren Herzens sich um die Geschäfte des Obsthofs ihrer Eltern zu kümmern.

Doch nicht nur die Umgebung sorgt bei Frida für Erinnerungen an ihre Vergangenheit, sondern auch die Menschen, insbesondere Kriminalkommissar Haverkorn, der den Fall ihres Vaters untersucht. Haverkorn ist für Frida kein Unbekannter, denn schon zwanzig Jahre zuvor untersuchte dieser den Mord an ihrer besten Freundin Marit. Der Mord an dem jungen Mädchen ist bis heute ungeklärt und keiner ahnt, dass Frida den Mörder kennt und niemandem davon erzählte …

Der Einstieg in diesen Krimi ist mir sehr gut gelungen. Der bildhafte und flüssige Schreibstil von Romy Fölck ist leicht und angenehm zu lesen, sodass ich schnell einen schönen Lesefluss gefunden habe. Die Umgebungsbeschreibungen sorgten bei mir für ein tolles Kopfkino und wirkten, was mir immer wichtig ist, aber auch nicht zu detailverliebt, was eine gute Mischung ergab. Die Handlung ist durch die beiden Kriminalfälle schön vielschichtig und ich war durchgehend daran interessiert wie es weitergeht. Leider habe ich schon früh eine Vermutung gehabt, was die Auflösung des Cold Cases anging, da hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht, oder Momente, die bei mir als Leserin Zweifel an meiner Theorie wecken.

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen, auch wenn es, insbesondere bei Haverkorn schon ein paar Klischee’s gibt, die man desöfteren bei Ermittlern findet. Frida finde ich richtig interessant und ich freue mich schon auf ihre Entwicklungen in den Folgebänden. Frau Fölck hat das Dorfleben in der Elbmarsch glaubhaft rübergebracht und auch Frida’s Zwiespalt fand ich gelungen dargestellt. Ein zweimal war mir die Handlung ein bisschen zu konstruiert, aber darüber konnte ich, besonders durch den gut gehaltenen Spannungsbogen, weitestgehend hinwegsehen.

“Totenweg” ist ein guter und spannender Auftakt einer neuen Krimireihe. Ich habe die Geschichte gerne gelesen und freue mich trotz kleiner Schwächen sehr auf die Fortsetzung!

Meine Bewertung: 4 von 5

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