Rezension

Rezension: Frau im Dunkeln von Elena Ferrante

Februar 13, 2019

Titel: Frau im Dunkeln

Autorin: Elena Ferrante

Übersetzerin: Anja Nattefort

Verlag: Suhrkamp

Seitenzahl: 188

ISBN-10: 3518428705

ISBN-13: 978-3518428702

Preis: 22,00 Euro

Meine Meinung:

“Frau im Dunkeln” ist ein Roman der Autorin Elena Ferrante. Mich hat die Geschichte aufgrund ihrer Themen neugierig gemacht und für mich war es das erste Buch der Autorin.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Leda. Leda ist fast fünfzig Jahre alt geschieden und hat zwei erwachsene Töchter. Um von ihrer Lehrtätigkeit abzuschalten und da die Töchter bei ihrem Vater sind, beschließt Leda den Sommer in einem süditalienischen Küstenort zu verbringen.

Von Frieden und Ruhe gibt es jedoch nicht viel, nachdem eine neapolitanische Großfamilie neben ihr platznimmt. Besonders interessant findet Leda eine junge Mutter mit ihrer kleinen Tochter und sie beginnt die beiden zu beobachten. Doch nach einer Weile schlägt Leda’s Stimmung um und so kommt es, dass sie dem Mädchen und ihrer Familie etwas Unbegreifliches antut …

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen. Elena Ferrante hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Besonders schön fand ich die Beschreibungen der Landschaft und Menschen, sodass ich mir alles richtig gut vorstellen konnte. Die Handlung wird aus der Sicht der Protagonistin Leda erzählt und es gibt auch Erzählstränge, die sich mit Passagen verschiedener Erinnerungen von Leda und ihrer Familie befassen.

Die Charaktere hat Elena Ferrante gut ausgearbeitet und ich fand es toll, dass auch die Nebencharaktere gut gezeichnet sind, sodass ich sie mir ebenfalls gut vorstellen konnte. Die Themen des Buches sind gewollt offen und ermöglichten mir als Leserin einen tollen Einblick in die direkte und teilweise auch psychisch grenzwertige Gedankenwelt der Protagonistin. Die Handlungen von Leda sind nicht immer nachvollziehbar und manches mal kam sie mir auch psychisch stark auffällig vor. Daneben gibt es aber auch zwiespältige Gedanken von ihr als Mutter, zweier erwachsener Kinder, die ich gerne mitverfolgt und aufgrund der Offenheit geschätzt habe.

Vom Klappentext hatte ich mir eine etwas spannendere Geschichte versprochen, besonders was Leda’s Tat angeht. Inhaltlich überzeugte mich die Autorin vorallem durch emotionale Themen und solche die zum Nachdenken und hinterfragen anregen, anstatt durch Spannung, aber genau das hat mir bei diesem Buch gut gefallen.

“Frau im Dunkeln” ist eine emotionsgeladene Geschichte, die mich mit interessanten Themen gut unterhalten hat!

Meine Bewertung: 4 von 5

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