Rezension

Rezension: Ein treuer Freund von Jostein Gaarder

November 20, 2017

Titel: Ein treuer Freund

Autor: Jostein Gaarder 

Übersetzerin: Gabriele Haefs 

Verlag: Carl Hanser 

Seitenzahl: 272

ISBN-10: 3446254439

ISBN-13: 978-3446254435

Preis: 22,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Jakop Jacobsen ist stets ein Einzelgänger gewesen, seit seiner Jugend in
einem abgelegenen Tal in Norwegen. Sein bester Freund Pelle ist eine
Handpuppe, mit der er lange Gespräche führt und die deutlich
schlagfertiger ist als er selbst. Und er hat ein merkwürdiges Hobby:
Jakop geht gern auf fremde Beerdigungen. Er gibt sich dort als Freund
des Toten aus, bei den Familien der Toten fühlt er sich wohl. Dumm nur,
wenn jemand sein falsches Spiel durchschaut … So wie Agnes. Jakop
verliebt sich in sie und hofft, dass sie ihn trotz seiner Eigenart und
des vorlauten Pelle erhört. „Ein treuer Freund“ ist ein philosophischer
Schelmenroman, eine herrlich schräge Liebesgeschichte und eines von
Jostein Gaarders schönsten Büchern.

 

 

Meine Meinung:  

“Ein treuer Freund” ist ein Roman des Autors Jostein Gaarder. Ich habe vor einigen Jahren “Sofies Welt” gelesen und geliebt und da fand ich es wäre mal wieder an der Zeit ein weiteres Buch von Herrn Gaarder zu lesen. Dieses Werk klang für mich nach einer tollen Geschichte und ich war neugierig was mich zwischen den Buchdeckeln letztlich erwarten würde. 

 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Jakop Jacobsen. Jakop ist schon immer ein Einzelgänger gewesen und sein bester Freund Pelle ist eine Handpuppe. Mit Pelle führt er lange Gespräche, aber das ist nicht seine einzige etwas merkwürdige Beschäftigung, denn Jakop geht auch gerne auf fremde Beerdigungen. Dort gibt er sich als Freund des Toten aus, denn inmitten der Familien der Verstorbenen fühlt sich Jakop wohl. 

 

Doch eines Tages durchschaut eine Frau sein falsches Spiel. Agnes enttarnt Jakop aber nicht nur, sondern weckt auch ganz neuartige Gefühle in ihm. Doch hat er, mit seinen Eigenarten, überhaupt eine Chance auf eine Beziehung mit Angnes? 


 

 

Der Einstieg in diesen Roman ist mir gut gelungen. Jostein Gaarder hat mich direkt wieder mit seiner besonderen Art zu schreiben überzeugen können. Ich mag seine sensiblen und liebevollen Beschreibungen sehr gerne und auch, dass sich die Geschichte durchweg flüssig lesen lässt. Auch die Handlung besticht durch wunderbare Elemente, die ich so noch nirgends in einer ähnlichen Form gelesen habe. 

Aber ich fand nicht nur die Ideen wirklich toll, sondern auch die schöne Umsetzung. Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir ebenfalls gut gefallen. Jakop ist schon ein sehr besonderer Protagonist, aber auch die Handpuppe Pelle war ein echtes Highlight für mich. Das Zusammenspiel der beiden bietet dann auch wieder die gewohnte Gaarder’sche philosophische Komponente. Zwar brachte der Autor mich nicht so sehr zum nachdenken, aber die Thematik ist durchaus interessant und vielschichtig gestaltet gewesen.


Was mir nicht ganz so gut gefallen hat war, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass der Autor bei den philosophischen Überlegungen ein kleines bisschen den roten Faden verloren hat. Das fand ich ab und an ein bisschen anstrengend. Ein kleines Manko war für mich auch die Vielzahl der Namen, die, in meinen Augen, ein bisschen zu hoch war. 


Positiv: 

* schöne Buchidee

* gute Ausarbeitung der Charaktere

* toller, philosophischer Schreibstil


Negativ: 

* etwas zuviele, verschiedene Namen

* ab und an fehlte mir der rote Faden


“Ein treuer Freund” ist ein schöner Roman, mit kleinen Schwächen, der mir nette Lesestunden beschert hat!

 

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