Rezension

Rezension: Die Letzten von Madeleine Prahs

Oktober 26, 2017

 

Titel: Die Letzten 

Autorin: Madeleine Prahs

Verlag: dtv

Seitenzahl: 304

ISBN-10: 3423281340

ISBN-13: 978-3423281348

Preis: 21,00 Euro 










Inhalt: 

Ich als Haus würde Ihnen Widerstand empfehlen!

Es
ist Herbst in einer Großstadt: Das letzte, unsanierte Haus in der
Hebelstraße wird »leergewohnt. Karl Kramer, 55 Jahre alt, Hausmeister,
Elisabeth Buttkies, 72, Deutschlehrerin a. D., und Jersey, 28 Jahre,
Studentin in Teilzeit, sind noch übrig – und sie könnten
unterschiedlicher nicht sein. Die Welt vor der Tür meint es nicht immer
gut mit ihnen, so glauben sie, aber drinnen pflegen sie ihre Wunden und
streicheln die Narben. Bis der Brief des neuen Hauseigentümers kommt:
Auszug. Kernsanierung. Endgültig. Der Kampf der Bewohner um ihr
vermeintlich letztes Stückchen »Ich« beginnt. Man verbarrikadiert sich,
Katzen werden vergiftet und Perücken abgefackelt – fast ist es zu spät,
doch dann schließen sich „die Letzten“ zusammen. Am Ende blühen die
Geranien wieder. Es ist Frühling. Drei sind glücklich. Und einer ist
tot.

 

 

Meine Meinung: 

“Die Letzten” ist ein Roman der Autorin Madeleine Prahs. Auf dieses Buch war ich schon seit einer ganzen Weile sehr gespannt, da der Klappentext, für mich, nach einer tollen Geschichte, mit interessanten Charakteren klang. So blieb die Geschichte natürlich auch nicht lange ungelesen und wie mir der Inhalt gefallen hat, das erzähle ich euch jetzt.

 

Die Geschichte spielt in einem unsanierten Haus in der Hebelstraße und dessen letzte Bewohner könnten nicht unterschiedlicher sein. Die drei Protagonisten sind Karl, der fünfundfünzigjährige Hausmeister, die zweiundsiebzigjährige Deutschlehrerin Elisabeth und die achtundzwanzigjährige Teilzeitstudentin Jersey.

 

Gemeinsam haben sie alle, dass die Welt es nicht sonderlich gut mit ihnen meint. Doch eines Tages wirbelt ein Brief des Hauseigentümers, mit der Ankündigung einer Kernsanierung und vorherigem Auszug aller Bewohner, das Leben der drei durcheinander. Schnell beschließen die Mieter zu kämpfen und verbarrikadieren sich, um sich ihr Zuhause zu erhalten. Am Ende ist es Frühling, drei Menschen sind glücklich und einer tot …


 

Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Madeleine Prahs hat einen wunderbar bildhaften Schreibstil und einen feinen schwarzen Humor, der auch immer wieder in der Handlung durchschimmert. Da ich manchmal auch zu schwarzem Humor tendiere, hat mir das sehr gut gefallen und mir mehr als einmal ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert. Daneben gab es aber auch einige ernsthafte Momente, die durchaus mein Mitgefühl geweckt haben und durch den starken Realitätsbezug auch mehrmals zum Nachdenken angeregt haben. 


Die Charaktere hat die Autorin wirklich schön und liebevoll ausgearbeitet. Sie haben alle wunderbare Facetten, die dafür sorgen, dass sie mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben werden. Was ich auch sehr gelungen fand, war das Zusammenspiel der ungleichen Bewohner, welche dann so toll zusammenhalten, um etwas zu erhalten. 


Der Spannungsbogen hätte, in meinen Augen, noch ein bisschen höher angesetzt werden können, da es richtige Spannungsmomente so nur selten gab. Interessant war die Handlung für mich immer, aber oft nicht wirklich spannend. Die Emotionen hat die Autorin alleine schon durch die tolle Vermittlung der realitätsnahen Thematik schön rübergebracht. Ich habe den Charakteren ihre Gefühle abgenommen und konnte sie auch was das Haus betrifft, oftmals nachfühlen. Auch in der Gemeinschaft der Bewohner kommen einige emotionale Momente vor, was mir gut gefallen  hat. 


Positiv: 

* schön zu lesender und bildhafter Schreibstil

* sehr gute Ausarbeitung der Charaktere

* super Mischung aus ernsthaften und humorvollen Momenten

* die Inhalte und die Thematik regt zum Nachdenken an


Negativ: 

* in Sachen Spannung hätte es noch ein bisschen Luft nach oben gegeben


“Die Letzten” ist ein toller Roman, der mich durch seine realitätsnahen Themeninhalte bewegt und zum Nachdenken gebracht hat. Ich kann diese Geschichte empfehlen, da sie mir schöne und besondere Lesestunden beschert hat!


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