Rezension

Rezension: Die langen Tage von Castellamare von Catherine Banner

September 30, 2016

Titel: Die langen Tage von Castellamare

Autorin: Catherine Banner

Übersetzerin: Marion Balkenhol

Verlag: List Hardcover

Seitenzahl: 480

ISBN-10: 3471351302

ISBN-13: 978-3471351307

Preis: 18,00 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens.
Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt
Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch
beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten
Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei
Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf
die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können,
übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel,
»Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden
Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der
Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen
hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum
Trotz.

 

 

Meine Meinung: 

“Die langen Tage von Castellamare” ist ein Roman der Autorin Catherine Banner. In diesem Buch geht es um den Protagonisten Amedeo Esposito. Amedeo arbeitet als Arzt und er kommt neu auf die winzige Insel Castellamare, die vor der Küste Siziliens liegt. Amedeo beginnt schnell seine neue Heimat zu lieben und er interessiert sich sehr für die alten Legenden der Insel. 

 

Als eines Nachts zwei seiner Kinder das Licht der Welt erblicken, das mit seiner Frau und das mit seiner Geliebten, kostet der darauffolgende Skandal Amedeo seinen Arbeitsplatz. Da er aber gern auf Castellamare bleiben möchte eröffnet er gemeinsam mit seiner Frau eine kleine Bar. Es heißt, dass diese Bar ein Ort für Wunder sein soll und tatsächlich wird sie nicht nur zum Mittelpunkt der Familie, sondern auch der Inseleinwohner und das über mehrere Generationen hinweg …

 

Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr gut gelungen. Zu Beginn erlebt man als Leser/Leserin den Abend mit, an dem Amedeo’s Kinder das Licht der Welt erblicken, um kurz darauf von der Autorin nocheinmal an die vorherigen Geschehnisse herangeführt zu werden. Der Schreibstil von Catherine Banner hat mir sehr gut gefallen, da sie wunderbar bildhaft schreibt und es ihr toll gelingt, das italienische Flair auf Castellamare rüberzubringen. Manchmal kam es mir vor wie ein kleiner Urlaub und so habe ich das lesen sehr genossen. 

 

Die Handlung ist vielschichtig und besonders die verschiedenen Generationen, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt fand ich sehr interessant. Dadurch kam es auch zu einer Vielzahl an Charakteren, die aber zusammen ein stimmiges Bild abgeben. Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir ebenfalls gut gefallen, obwohl ich an manchen Stellen die Erläuterungen als ein bisschen zu abschweifend und langatmig empfunden habe. 

 

Was mir bei diesem Roman ein bisschen zu wenig erschien war die Spannung. Es ist zwar eine durchaus interessante Geschichte, aber richtig mitgefiebert habe ich mit den Charakteren leider nicht. Da hätte es von den Geschehnissen her also durchaus noch ein bisschen Luft nach oben gegeben!

 

Positiv: 

* schöner und bildhafter Schreibstil, der ein tolles Flair vermittelt

* interessante Handlung

* verschiedene Generationen machen die Geschichte abwechslungsreich

 

Negativ: 

* die Charaktere wurden mir teilweise zu ausschweifend beschrieben, bzw die Handlungen

* ich hätte mich gefreut, wenn es ein bisschen mehr Spannung gegeben hätte

 

“Die langen Tage von Castellamare” ist eine schöne Familiengeschichte über verschiedene Generationen, die mich gut unterhalten, aber leider nicht mit Spannung geglänzt hat!

 

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