Rezension

Rezension: Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

Oktober 20, 2019

Titel: Der Gesang der Flusskrebse

Autorin: Delia Owens

Übersetzer: Ulrike Wasel & Klaus Timmermann

Verlag: Hanserblau

Seitenzahl: 464

ISBN-10: 3446264191

ISBN-13: 978-3446264199

Preis: 22,00 Euro

Meine Meinung:

“Der Gesang der Flusskrebse” ist ein Roman der Autorin Delia Owens. Dieses Buch konnte aufgrund des vielversprechenden Inhalts direkt mein Interesse wecken und daher blieb es auch nicht lange ungelesen. Wie meine Gedanken nach der Lektüre sind verrate ich euch jetzt.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Kya Clark. Kya ist für die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove nur das Marschmädchen. Sie lebt isoliert im Marschland und hat kaum Kontakte zu anderen Menschen. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden bringt das Veränderungen in Kya’s Leben, die einige Zeit später dramatische Folgen mit sich bringen werden …

Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr gut gelungen. Delia Owens hat einen ganz tollen, bildhaften Schreibstil der mir gleich richtig gut gefallen hat. Ich liebe die atmosphärischen Beschreibungen und hatte beim Lesen nicht nur die Möglichkeit, besonders die Naturszenen vor Augen zu haben, sondern bin auch in den Genuss gekommen, dass diese detaillierten Beschreibungen auch den emotionalen Momenten sehr zugute gekommen sind.

Die Charaktere hat Delia Owens toll ausgearbeitet und ich habe stets mit Kya mitfiebern und auch mitfühlen können, was ich klasse fand. Kya’s Schicksal ist bewegend und einiges hat mich auch nachdenklich gestimmt. Delia Owens gelingt in diesem Buch etwas besonderes, nämlich die wichtigen und schweren Themen beinahe leicht und unterschwellig einfliessen zu lassen, sodass sie nie zu erdrückend wirken, aber dennoch stets, bei mir sogar noch nach dem Lesen, nachhallen.

Neben den tollen Naturaspekten und dem soliden Kriminalfall gibt es Themen wie Rassismus und Ausgrenzung. Es geht um Vernachlässigung, um häusliche Gewalt und Vorurteile. Sehr spannend fand ich die Darstellung der Menschen in Barkley Cove und ihre Reaktionen auf Kya und somit alles was anders, neu, fremd, oder eben nicht wie sie selbst ist. Diese Passagen sind menschlich, authentisch und auch gesellschaftskritisch, was ich gut fand.

“Der Gesang der Flusskrebse” ist ein eindrucksvolles Debüt, welches mich berührt und nachdenklich gestimmt hat. Ich werde sicherlich noch oft an Kya, ihre Geschichte und die Marsch denken. Ein wunderbares Buch!

Meine Bewertung: 5 von 5

*RE

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