Rezension

Rezension: Das Haus der Verlassenen von Emily Gunnis

Mai 31, 2019

Titel: Das Haus der Verlassenen

Autorin: Emily Gunnis

Übersetzerin: Carola Fischer

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 400

ISBN-10: 3453272129

ISBN-13: 978-3453272125

Preis: 20,00 Euro

Meine Meinung:

In dieser Geschichte geht es um die Protagonisti Ivy Jenkins. In Sussex, im Jahr 1956, ist die Tatsache, dass die junge Ivy schwanger wird mehr als ein Skandal. Ivy’s liebloser Stiefvater schickt sie ins St. Margaret’s Heim für ledige Mütter. Und Ivy wird dieses Heim nie mehr verlassen …

Sechzig Jahre später findet die Journalistin Sam, in der Wohnung ihrer Großeltern, einen Brief von Ivy. Adressiert ist er an den Vater des Kindes. Aber wie ist er zu Sam’s Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret’s zu recherchieren und stößt dabei auf finstere Geheimnisse, die ihre blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen und auch mit ihrem eigenen Leben verstrickt zu sein scheinen …

Der Einstieg in diesen Roman ist mir sehr gut gelungen. Emily Gunnis hat einen angenehm zu lesenden und flüssigen Schreibstil der mir gut gefallen hat. Der Autorin gelingt es mit ihren bildhaften Beschreibungen ein schönes Kopfkino beim Lesen entstehen zu lassen und sie hat ein ganz besonderes Talent auf die emotionalen Inhalte einzugehen, womit sie mich richtig beeindruckt hat.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen und so erfährt man sowohl viel über Ivy in der Vergangenheit, als auch über Sam’s Leben und ihre Recherchen in der Gegenwart. Den Erzählstrang um die junge Ivy habe ich hier aus verschiedenen Gründen stärker empfunden, aber langweilig wurde es auch in Sam’s Anteilen nicht.

Die Buchidee hat mir sehr gut gefallen. Ich fand das Thema um die Magdalenenheime spannend und richtig emotional. Die tragischen Schicksale, die einen realen Hintergrund haben und in diese fiktive Geschichte eingewebt wurden, haben mich bewegt und ich habe oft mit Ivy mitgelitten. Auf emotionaler Ebene ist mir die Autorin mit der Geschichte komplett unter die Haut gegangen, denn ich habe eine ganze Bandbreite an Gefühlen durchlaufen, während ich dieses Buch gelesen habe.

Den Spannungsbogen hat Emily Gunnis zum einen durch die wechselnden Erzählstränge, aber auch in den einzelnen Handlungen sehr gut oben gehalten. Ich mochte das Buch kaum zur Seite legen und habe mit den Charakteren mitgefiebert. Lediglich ein kleines Detail am Ende hat mir nicht so gut gefallen, da es, in meinen Augen, etwas zu gewollt dramatisch wurde. Ansonsten wäre es, für mich, ein richtig perfekter Roman gewesen.

“Das Haus der Verlassenen” geht unter die Haut und stimmt nachdenklich. Liebe Frau Gunnis, wenn ihr Erstling schon so gelungen ist, kann ich das nächste Werk kaum abwarten!

Meine Bewertung: 4,5 von 5

*RE

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    1. Huhu Manu,
      das freut mich aber sehr, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.
      Liebe Grüße, Petra

  1. Ein Buch, das noch von mir gelesen werden mag.
    Und nach deinem tollen Einblick rutscht es auch gleich etwas höher in der Leseliste.
    Danke Petra.
    Liebste Grüße, Hibi

    1. Huhu Hibi,
      ich fand es wirklich klasse und wünsche dir ganz viel Freude beim Lesen. Bin gespannt, ob es dich gefühlsmäßig auch so packen kann, wie mich.
      Liebe Grüße, Petra

  2. Halbe Sterne? 🙂 Heyne schickt hunderte Rezensionsexemplare an die Bücherblogs. Was soll da schon schiefgehen? Vielleicht die Übersetzung? Mir kommt es vielleicht nur so vor, aber die deutschen Verlage übersetzen viel Ausländisches, während wenig Deutsches im Ausland verarbeitet wird. Wie auch immer. Unser heimisches Talent kommt in der großen weiten Welt zu kurz. Nur so ein Gedanke. Schöner Blog, Papier- und Tintenwelten. Immer weiter machen!
    Grüße
    Thorsten J. Pattberg, Autor der Lehr vom Unterschied

    1. Huhu Thorsten,
      ja hier gibt es halbe;-) Naja, bei mir kann es auch mal eine nicht so gute Rezension geben, ich bin da ehrlich. Aber du jast recht, mit den übersetzten Titeln. Dass wäre mal einen Beitrag wert. Danke für den Gedankenanstoss.
      Liebe Grüße, Petra

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