Rezension

Kurzrezension: Lügen. Nichts als Lügen von Helen Callaghan

Mai 17, 2019

Titel: Lügen. Nichts als Lügen

Autorin: Helen Callaghan

Übersetzerinnen: Heike Reissig & Stefanie Schäfer

Verlag: Knaur HC

Seitenzahl: 448

ISBN-10: 3426226715

ISBN-13: 978-3426226711

Preis: 14,99 Euro

RE: Ja

Lesegrund:

Spannende Geschichten und ich, ich und spannende Geschichten … ihr wißt Bescheid. Das Buch klang einfach danach und deshalb wurde es von mir gelesen:-)

Handlung:

Ausgerechnet, als Sophia einen tollen Flirt, mit einem heißen Typen hat, ruft ihre Mutter an und bittet sie fast panisch nach Hause zu kommen. Sophia geht davon aus, dass die Bitte sicher grundlos ist, denn das hat sie bei ihrer Mutter Nina schon einige Male zuvor erlebt. Als sie schließlich in der Gärtnerei in Suffolk ankommt, empfängt sie nur tödliche Stille und ihr bietet sie ein unerträgliches Bild. Ihre Mutter hängt tot an einem Baum und ihr Vater liegt niedergestochen daneben. Die Polizei vermutet einen Mord mit anschließenden Selbstmord, aber für Sophia ist das unvorstellbar. Kurze Zeit später findet sie jedoch ein Tagebuch ihrer Mutter und taucht damit in Geschehnisse ein, die sie nie erwartet hätte …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Helen Callaghan hat mir gut gefallen. Die Autorin schreibt flüssig und schafft es besonders gut, die zwischenmenschlichen Aspekte zu verdeutlichen.

Charaktere:

Die Ausarbeitung der Charaktere ist solide, aber mir hat manchmal, besonders im Gegenwartsstrang etwas der Tiefgang gefehlt. Sophia’s Mutter Nina wurde sehr gut dargestellt und mit dieser Figur und ihren Facetten konnte mich die Autorin auch überzeugen. Leider blieben die anderen Charaktere daneben etwas blasser, was ich schade fand.

Spannung:

Die Geschichte ist nicht super spannend und ich würde sie auch offengestanden nicht als Psychothriller einordnen, sondern eher als Spannungsroman. Ich habe die Entwicklungen teils interessiert verfolgt, aber die Story hat auch ein paar Längen, die ich nicht gut fand und die die Spannung doch erheblich dämpften.

Emotionen:

Die Emotionen hat Helen Callaghan sehr gut dargestellt. Ich mochte ihre Beschreibungen und die Authentizität, besonders bei den psychologischen Aspekten wirklich gerne und konnte den Charakteren dadurch, auf der Gefühlsebene, ihre Empfindungen abnehmen, was ich toll fand.

“Lügen. Nichts als Lügen” bietet, in meinen Augen, leider nicht genug Spannung um Thrillerfans zufriedenzustellen. Wer allerdings interessante und tiefgründige psychologische Aspekte mag, sollte auf jeden Fall mal in die Geschichte reinlesen.

Meine Bewertung: 3 von 5

*RE

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