Der kleine Buchtipp: So voller Leben von Pascale Hughes

Wie hat mir das Buch gefallen?
Dieses Buch habe ich aufgrund des Themas der psychischen Erkrankung ausgewählt und war sehr gespannt, wie sich die Autorin den Inhalten nähern würde, da es hier um ihre eigene Mutter geht. Für mich war das Buch bewegend und wichtig. Pascale Hughes nähert sich der Erkrankung und dem Umgang damit sensibel, einfühlsam und fachlich substantiiert. Diese Mischung mochte ich sehr. Ich finde es ungemein wichtig, dass wir hier von ihr selbst erfahren, wie der Umgang damit früher war und was es bei ihr als Kind ausgelöst hat. Ich konnte mit der Autorin mitfühlen und finde sie hat ihrer Mutter irgendwie ein bewegendes und nachdenklich stimmendes literarisches Denkmal gesetzt.
Wie sind die Eckdaten zum Buch?
Verlag: Rowohlt Hardcover
Seitenzahl: 208
ISBN-10: 3498008455
ISBN-13: 978-3498008451
Preis: 23,00 Euro
Klappentext:
Pascale Hugues, die Autorin des Bestsellers Marthe und Mathilde, folgt in ihrem neuen Buch den Spuren ihrer Mutter, die viel zu früh starb. Sie zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, das man hinter schützenden Lügen verbirgt. In diesem Buch kommt sie ihrer Mutter, die trotz ihrer bipolaren Störung so voller Leben war, wieder näher.
Yvette wird im elsässischen Colmar geboren, 1929, im Jahr der Großen Depression. Ihre Eltern wünschen sich einen Jungen und bekommen ein Mädchen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche, wechselt sie im kriegsgeschüttelten Elsass drei Mal die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen. Später, als erwachsene Frau, schwankt sie zwischen dem Charme der Bourgeoisie und der Verlockung des Aufruhrs, zwischen Patriarchat und Feminismus. Yvettes Leben ist stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit. Bipolar.
Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand. Die Erwachsenen sagten ihr nicht, dass sie in der Klinik war. Jetzt begibt sie sich auf die Suche.
Eine feinfühlige literarische Erzählung von Schmerz und Lebensfreude.


