Rezension

Rezension: Der Koffer von Robin Roe

September 26, 2017

Titel: Der Koffer

Autor: Robin Roe 

Übersetzerin: Sonja Finck

Verlag: Königskinder

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3551560293

ISBN-13: 978-3551560292

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends
ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt.
Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm
ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen.
Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst
voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu
den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je
mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine
Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

 

 

Meine Meinung:  

“Der Koffer” ist ein Jugendroman der Autorin Robin Roe. Bei diesem Buch hat mich der interessante Klappentext direkt angesprochen und ich habe mich auf eine tiefgründige und emotionale Geschichte gefreut. 

 

In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Julian. Julian’s Eltern sind gestorben und seit dem Tod der beiden lebt Julian bei seinem Onkel. Geblieben sind ihm lediglich ein Koffer und die Erinnerungen, die sich darin befinden. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet ist er zunächst voller Glück, denn Adam ist nett und er gehört, trotz seiner Tollpatschigkeit, zu den coolen Kids. 


Doch für Julian ist es sehr schwer Vertrauen zu fassen und als es ihm endlich gelingt, muss er merken, dass Adam nun auch hinter seine Geheimnisse kommt. Und diese Geheimnisse bringen die beiden Jungen in große Gefahr …


Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Der Schreibstil von Robin Roe ist jugendlich, aber nicht kindlich, was ich toll fand. Es gibt einige Aspekte, die die Charaktere reifer erscheinen liessen, als sie eigentlich sind, aber das war sicher auch ihren Erfahrungen geschuldet. Erzählt wird die Geschichte in Ich – Form, abwechselnd aus der Sicht von Julian und Adam, was dem Leser/der Leserin einen tollen Rundumblick beschert. 


Die Handlung ist sehr emotional und besticht durch tragische Geschehnisse und Schicksalsschläge, oder Erkrankungen, mit denen sich die beiden Protagonisten immer wieder auseinandersetzen müssen. Die Inhalte waren oft dramatisch und mir persönlich, war es manchmal ein bisschen zuviel des Guten. Etwas weniger wäre hier, in meinen Augen, durchaus mehr gewesen.

 

Die Spannung wurde von der Autprin gut augebaut, was ich prima fand. Besonders das letzte Drittel der Geschichte hat mich absolut gefesselt und es gab nicht nur einen schockierenden und sehr bewegenden Moment. Die Charaktere wurden von Robin Roe liebevoll gezeichnet und ich fand es schön, dass sie ihnen auch einiges an Tiefgang mitgegeben hat. Die beiden Protagonisten sind so verschieden und doch finden sie eine gemeinsame Ebene, die mich schon berührt hat. Dadurch, dass Julian und Adam auch die Ich – Erzähler der Geschichte sind, habe ich zudem einen tollen Einblick in ihre Gefühls – und Gedankenwelt bekommen. 

 

Positiv: 

* emotionaler und flüssiger Schreibstil

* schöne Ausarbeitung der Charaktere

* interessante und bewegende Handlung

* einige Inhalte werden mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben 


Negativ: 

* in manchen Momenten hätte mir etwas weniger Drama auch gut gefallen


“Der Koffer” ist eine schöne und nachdenklich stimmende Geschichte, die unter die Haut geht. Es ist ein besonderes Buch, für das ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

 

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