Rezension

Rezension: Das Mädchen mit dem Haifischherz

April 28, 2014

Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz

 

Autorin: Jenni Fagan

Verlag: Antje Kunstmann Verlag

Seitenzahl: 332

ISBN-10: 3888979250

ISBN-13: 978-3888979255

Preis: 19,95 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines
Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende
der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an
nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine
Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das
Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien
steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der
Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt,
sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen
sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen
Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein
Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt,
findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie
eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden
schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es
scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und
Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen …

 

 

 

Meine Meinung: 

Der Inhalt dieses Buches hat mich gleich angesprochen, da dieses Buch mal ein etwas anderes Jugendbuch ist. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Was mir gleich zu Beginn aufgefallen ist ist, dass die Sprache doch extrem von Schimpfworten und Fäkalsprache geprägt ist, was mir nicht gut gefallen hat. Ich finde zwar, dass es in manchen Situationen passend war, aber das war doch sehr gering. Die meiste Zeit dachte ich nur, das ist viel zuviel und es hat mich nicht gerade zum weiterlesen motiviert. Nach einer Weile wurde es besser und auch die für meinen Geschmack zu Beginn sehr langatmige Geschichte gefiel mir zunehmend besser.

 

Anais Hendricks als Charakter hat mir ausgesprochen gut gefallen, und die Autorin hat es meiner Meinung nach geschafft viele Emotionen zu transportieren. Anais’ Leid, ihre Einsamkeit und die aus ihrer Verzweiflung und Schwierigkeiten resultierende Wut. Dass Anais sich mit den anderen Bewohnern und Bewohnerinnen des Panoptikums angefreundet hat fand ich super und auch die Charaktere der anderen Mädels und Jungs waren etwas besonderes. Bei vielen von Anais Ansichten wurde klar, dass sie wahrscheinlich mit durch den vielen Drogenkonsum hervorgerufen wurden und dadurch, dass sie einfach fast allein ist auf der Welt. Dieses besondere Mädchen hat eine ganz verletzliche Seite und ich habe großes Mitgefühl für ihr Leid und ihre Sorgen entwickelt. 

 

Aber auch die Tragik in der Gegenwart kommt in Anais’ Leben nicht zu kurz, sodass sie auch im Panoptikum noch einige Schicksalsschläge verwinden muss, was mir manches Mal einen Kloss im Hals beschert hat. Dieses Buch rüttelt auf, es macht nachdenklich und wenn ich dran denke, dass es eigentlich noch um ein Kind geht läuft es mir schon kalt den Rücken runter, da es sehr nah an der Realität ist. Aufgrund der zuvor genannten Mankos gibt es von mir drei Rosen, aber dieses Buch ist trotzdem lesenwert!

 

 

 

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