Rezension

Rezension: Raum von Emma Donoghue

Juli 8, 2016

Titel: Raum

Autorin: Emma Donoghue

Übersetzer: Armin Gondermann

Verlag: Piper

Seitenzahl: 416

ISBN-10: 3492301290

ISBN-13: 978-3492301299

Preis: 9,99 Euro 









Inhalt: 

Für Jack ist Raum die ganze Welt. Dort essen, spielen und schlafen er
und seine Ma. Jack liebt es fernzusehen, denn da sieht er seine
»Freunde«, die Cartoonfiguren. Aber er weiß, dass die Dinge hinter der
Mattscheibe nicht echt sind – echt sind nur Ma, er und die Dinge in
Raum. Bis der Tag kommt, an dem Ma ihm erklärt, dass es noch eine Welt
da draußen gibt und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen …

 

 

Meine Meinung:

“Raum” ist ein Roman der Autorin Emma Donoghue. In diesem Buch geht es um den Protagonisten Jack. Jack ist fünf Jahre alt und lebt gemeinsam mit seiner Mutter in “Raum”. “Raum” ist 12 Quadratmeter groß, hat eine stets verschlossene Tür und ein Oberlicht. Für Jack ist dieser Raum sein Zuhause und er kennt nichts anderes. Ein Highlight sind für Jack die Zeiten, in denen er fernsehen kann, denn die Figuren aus den verschiedenen Cartoons sind für den kleinen Jungen seine Freunde. Doch eines Tages verändert sich für Jack etwas entscheidendes, denn seine Mutter erklärt ihm, dass es auch außerhalb der Wände in denen sie sich befinden, eine Welt gibt, und, dass sie versuchen müssen aus “Raum” zu fliehen …

 

Bevor ich mir die Verfilmung des gleichnamigen Buches anschauen werde, war für mich klar, dass ich erst die Original – Buchfassung lesen möchte. Gesagt getan. Ich finde, dass schon das Cover zeigt, dass die Geschichte etwas besonderes ist. Das schlichte Wort Raum in den bunten Farben könnte durchaus von einem fünfjährigen geschrieben worden sein. 

 

Der Einstieg in dieses Buch ist für mich etwas schwierig gewesen. Das lag vorallem an dem ungewöhnlichen Schreibstil den Frau Donoghue in der Geschichte nutzt. Als Leser/Leserin erlebt man die Geschichte nämlich aus der Sicht von Jack und die Autorin erzählt ebenfalls in seiner kindlichen Sprache und das wirkt manchmal ein bisschen holprig. Jack ist durch sein Leben in Raum und dadurch, dass er lediglich mit seiner Mutter sprechen kann natürlich auch in seiner Sprachentwicklung verzögert. Die Idee die Geschichte aus seiner Sicht zu erzählen finde ich toll und die Autorin bringt auch die zugehörigen Emotionen sehr gut rüber. 

 

Die Handlung ist spannend geschildert und die Geschichte ging mir beim Lesen schon sehr unter die Haut. Nicht nur Jack’s Erleben vom Alltag in Raum ist mir nahegangen, sondern auch die Details, die nach und nach über die Entführungsgeschichte ans Licht kommen. Hier musste ich mehrfach schlucken.

 

Dadurch, dass in “Raum” lediglich Jack der Ich – Erzähler ist, wirkte die Geschichte manchmal ein bisschen eindimensional und konfus auf mich. Dieser Teil war manches Mal mit ein bisschen Anstrengung verbunden. Für mich wäre es sehr interessant gewesen einen Teil auch aus der Sicht von Jack’s “Ma” mitzuerleben.

 

Positiv: 

* interessante, spannende Geschichte

* viele emotionale Passagen

* die Autorin bringt Jack’s Sicht der Dinge gut rüber

 

Negativ: 

* Der Ich – Erzählstil aus Sicht eines 5 jährigen war mir häufig zu holprig und anstrengend zu lesen. 

* Die Eindrücke des kleinen Jack’s wurden häufig eher konfus dargestellt

 

“Raum” ist eine Geschichte die absolut unter die Haut geht. Der Schreibstil war, meiner Meinung nach, nicht die beste Wahl und manches wirkte dadurch sehr konfus. Trotzdem ist die Geschichte gerade in punkto Emotionen ganz vorn mit dabei!

 

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