Rezension

Rezension: “Endlich frei” Schritte aus der Depression

Juli 7, 2014

Titel: “Endlich frei” Schritte aus der Depression

 

Autor: Josef Giger-Bütler

Verlag: Beltz

Seitenzahl: 330

ISBN-10: 3407857691

ISBN-13: 978-3407857699

Preis: 19,90 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

In seinem Beststeller »Sie haben es doch gut gemeint – Depression und
Familie« hatte Josef Giger-Bütler erklärt, wie Depression entsteht. Sein
neues Buch zeigt, wie die Depression geheilt werden kann. Josef
Giger-Bütler beschreibt mit einfühlsamen Worten, wie der Ausstieg aus
der Depression gelingt, und benennt die Schritte, anhand derer erkrankte
Menschen wieder zu sich selbst finden und die Krankheit hinter sich
lassen können: Müdigkeit und Überforderung: Woran man die Depression
erkennt Erwartungen erfüllen: die depressive Lebensstrategie Warum die
Depression in der heutigen Zeit ständig zunimmt Sich und sein Umfeld
verändern – wie Depressionen heilbar sind “Wer depressiv ist, ist es
immer und überall. Genau das ist das Erschütternde und Grausame an der
Depression – und das
Erfreuliche ist, dass es nicht immer so bleiben muss.” Josef Giger-Bütler

 

Meine Meinung: 

Josef Giger-Bütler beginnt das Buch”Endlich frei” Schritte aus der Depression mit einem in der Depression sehr weit verbreiteten Symptom, der extremen Müdigkeit und beschreibt sie als ersten Schritt um das depressive Erleben zu verstehen. Es wird auch auf die latente und die manifeste Depression eingegangen. Wichtige Faktoren in Bezug auf die Depression sind laut Giger-Bütler die Überforderung und die Brüchigkeit, die er in einigen Kapiteln verständlich darstellt. Zudem geht er auf die familiären Verhältnisse insbesondere die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ein und bringt auch Beispiele ein. Als nächstes befasst sich der Autor mit dem Verhalten und Erleben der depressiven Menschen. In diesen Kapiteln finden sich meiner Meinung nach leider zuviele Verallgemeinerungen, denn ein Schema F passt nicht auf jeden Depressiven Menschen. Besonders aufgefallen ist mir die etwas einseitige Sicht beim Thema Familie und die Ursache dieser in der Depressionsentstehung. Für mich hätte Giger-Bütler deutlicher herausstellen sollen, dass es nicht bei jeder Depressionsentstehung um familiäre Ursachen geht.

 

Der zweite Teil des Buches befasst sich mit dem Ausstieg aus der Depression und vorallem dem verändern der depressiven Verhaltensweisen. In den “Ausstiegs” Kapiteln führt der Autor einige gute und wichtige Aspekte der Selbstfürsorge auf und gibt Tipps seine Wünsche zu erreichen. Es wird zum Beispiel auf die Bereiche “Sich Zeit nehmen”, “Gefühle in Worte fassen” oder auch das “Aushalten unangenehmer Gefühle” eingegangen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat, aber es gibt in meinen Augen auch ein paar Schwachstellen. Der Schreibstil ist verständlich, aber der Leser wird nicht direkt angesprochen. Auch haben mir Fallbeispiele gefehlt oder Tipps zur konkreten Umsetzung. Eine interessante Lektüre, aber zur Selbsthilfe bei Depressionen, meiner Meinung nach, nur teilweise geeignet. 

 

 

 

 

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