Rezension

Rezension: Manchmal musst du einfach leben von Gayle Forman

August 27, 2017

Titel: Manchmal musst du einfach leben

Autorin: Gayle Forman

Übersetzerin: Stefanie Schäfer

Verlag: Fischer Krüger

Seitenzahl: 368

ISBN-10: 3810525294

ISBN-13: 978-3810525291

Preis: 16,99 Euro

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 

Wir wissen alle, wie es sich anfühlt, überfordert zu sein, keine Kraft mehr zu haben – aber immer weiter machen zu müssen.

Maribeth
Klein, Anfang 40, in New York, ist so damit beschäftigt, die perfekte
Mutter von kleinen Zwillingen, Ehefrau und Mitarbeiterin zu sein, dass
sie vor lauter Stress gar nicht merkt, dass sie einen Herzinfarkt
hatte. Erst als sie nach einer Notoperation völlig geschwächt wieder zu
Hause ist und begreift, dass Familie und Job ihr keine Möglichkeit
lassen, zu Kräften zu kommen, trifft sie eine unglaubliche
Entscheidung: Sie packt eine kleine Tasche und geht.

Gayle
Forman erzählt auf ergreifende Weise davon, wie viel Mut es braucht,
sich für das Leben zu entscheiden, und davon, dass man manchmal von zu
Hause fortgehen muss, um wieder dorthin zurückfinden zu können.

Ein Roman, der große Fragen stellt und uns mitnimmt bis dorthin, wo sich Liebe und Leben treffen.
Ein Buch, das ehrlicher, aufwühlender und lebensbejahender nicht sein könnte. 

 

 

Meine Meinung: 

“Manchmal musst du einfach leben” ist ein Buch der Autorin Gayle Forman. Nachdem mir “Nur ein Tag” als ich es gelesen habe so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin. Es hat eine ganz andere Thematik und spricht auch eine andere Altersgruppe an und ich war total gespannt, was mich erwarten würde …

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Maribeth Klein. Maribeth ist Anfang 40, berufstätig und Mutter von Zwillingen. Eines Tages rächt sich der Stress und die tägliche Anforderung und Maribeth hat einen Herzinfarkt, den sie nicht einmal bemerkte. Als sie nach einer Notoperation geschwächt und erschöpft wieder nach Hause kommt muss sie schnell feststellen, dass ihr Lebensrythmus mit Job und Familie ihr keine Zeit lassen, um wieder zu Kräften zu kommen. Kurzentschlossen packt Maribeth eine Tasche mit dem Nötigsten und geht, weil sie nur darin eine Chance sieht wieder zu sich selbst zu finden …

 

 

Der Einstieg in diesen Roman ist mir sehr gut gelungen. Ich mag den bildhaften und flüssigen Schreibstil von Gayle Forman echt gerne und ich habe das lesen richtig genossen. Besonders schön finde ich, wie die Autorin es schafft die Emotionen so darzustellen, dass sie auch bei mir als Leserin angekommen sind und mich berührt haben. Die Buchidee fand ich interessant, auch wenn ich Maribeth’ Schritt, besonders im Bezug auf ihre Kinder nicht komplett nachvollziehen und gutheißen kann. Das habe ich dann ein bisschen beiseite geschoben und mich auf die weiteren Geschehnisse eingelassen. 

 

Die Handlung konnte mich leider nur zu Beginn richtig überzeugen. Es gab viel Potenzial und auf der emotionalen Ebene hat Gayle Forman dieses auch komplett genutzt. Was mich gestört hat war, dass vieles etwas holprig wirkte und auch deutlich überzogen. Maribeth’ Wandlung fand ich zum einen gut, aber auch viel zu Klischeehaft. Warum gibt es immer nur ganz oder gar nicht? Ich hätte hier einen Mittelweg mit einigen Grautönen viel passender gefunden.

 

Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich in Ordnung, aber nicht herausragend. Ich denke mit weniger klischeehaften Eigenschaften, hätte mich die Autorin in diesem Punkt doch mehr überzeugen können. Was ich etwas schade fand war, dass vieles doch sehr deutlich vorherzusehen ist und das machte, meiner Meinung nach, die Spannung in der Geschichte ein wenig kaputt. Die Momente in denen die Protagonistin sich selbst wieder besser fühlt, hat die Autorin wirklich toll rübergebracht und es kommt auch beim lesen zu einem schönen und entspannenden Gefühl. 

 

Positiv: 

* flüssiger und bildhafter Schreibstil, der sich toll lesen lässt

* die Emotionen werden von der Autorin schön rübergebracht

* die Idee hatte viel Potenzial

 

Negativ:

* ich fand die Geschichte sehr vorhersehbar

* es gab mir zuviele Klischee’s 

* einiges war mir persönlich zu überzogen dargestellt und dadurch unglaubwürdig


“Manchmal musst du einfach leben” ist ein solider Roman mit einem interessanten Thema. Leider gab es ein paar Dinge, die mir nicht gefallen haben, und diese konnten leider auch die toll rübergebrachten Emotionen nicht komplett aufwiegen.

 

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