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Rezension: Starfish von Lisa Fipps

Titel: Starfish

Autorin: Lisa Fipps

Übersetzerin: Meritxell Janina Piel

Verlag: Carl Hanser GmbH & Co KG

Seitenzahl: 272

ISBN-10: 3446285903

ISBN-13: 978-3446285903

Preis: 17,00 Euro

Meine Meinung:

“Starfish” ist ein Kinder und Jugendbuch der Autorin Lisa Fipps. In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Ellie. Ellie ist fast 12 Jahre alt und leidet, aber nicht unter ihrem höheren Gewicht, sondern unter dem Verhalten ihrer Mitmenschen. Während ihre Mutter sie zu unzähligen Diäten zwingt, ihren Müll durchsucht und sogar eine Operation in Erwägung zieht, machen ihr nicht nur fiese MitschülerInnen das Leben zur Hölle, sondern auch das Verhalten ihrer Geschwister. Selbst das Aufstellen von Dicke-Mädchen-Regeln, um nicht aufzufallen, kann ihr in manchen Situationen nicht helfen. Als Ellie eine Therapie beginnen soll, ist sie zunächst gar nicht begeistert, merkt aber schnell, dass die Therapeutin auf ihrer Seite ist und lernt durch die Gespräche Wege kennen, sich gegen das Mobbing zu wehren, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Neben dem Schmerz erlebt Ellie aber auch Momente von Akzeptanz, Solidarität und Freundschaft, die ihr Kraft geben sich selbst genau wie sie ist zu akzeptieren und sich verletztendem Verhalten entgegenzustellen und für sich einzutreten.

Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen, das lag zum einen an dem leicht zu lesenden, aber zeitgleich nicht anspruchslosen Schreibstil von Lisa Fipps, aber auch an der Nähe zur Protagonistin Ellie, die bei mir, schnell entstanden ist. Ellie’s Leid und ihre Verzweiflung haben mich sehr berührt und die Szenen, die das Mädchen erleben musste gingen mir unter die Haut, weil sie sehr nah an der Realität sind. Erzählt wird die Geschichte komplett in Versform, was gut dazu passt, dass Ellie selbst Gedichte schreibt.

Die Figuren hat die Autorin gut ausgearbeitet und ich mochte es richtig gern, wie sie die zwischenmenschlichen Beziehungen und Momente beschrieben hat. Zeitgleich hat sie durch die Therapiestunden und Ellie’s Entwicklung den psychologisch klugen und reflektierten Blick einer außenstehenden Person eingebracht, was ich gelungen fand. Es gibt einige Stellen, die ich mir markiert habe, um die empathischen Gedanken nochmal nachschlagen zu können. Ellie wirkt manchmal älter, was ich aber durch die Dinge, die sie erleben muss, absolut passend und glaubwürdig empfunden habe.

In der Geschichte geht es um Mobbing aufgrund des Körperbildes, aber auch um Selbstfindung und die Erkenntnis, was Taten und Worte einer mobbenden Person, in einem Selbst für Gedanken und Einschätzungen das Selbstbild betreffend, auslösen können. Daneben geht es aber auch um Freundschaft und diese Szenen waren einfach schön und wertvoll zu lesen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass dieses Buch Kindern, Jugendlichen und ja auch manchen Erwachsenen, einige hilfreiche und heilende Inhalte liefern könnte und möchte es gerne ganz vielen Menschen ans Herz legen.

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